WRC 2026 | Rallye Safari Kenya: Katsuta feiert historischen ersten WRC-Sieg bei der Safari Rallye Kenya.
• Erster WRC-Sieg für Katsuta unter harten Safari-Bedingungen
• Toyota baut Safari-Serie mit sechstem Sieg in Folge aus
• Starke Teamleistung mit Power-Stage-Erfolg und WM-Führung
Toyota setzt Safari-Erfolgsserie fort.
akamoto Katsuta und Beifahrer Aaron Johnston haben bei der Safari Rallye Kenya ihren ersten Sieg in der FIA Rallye-Weltmeisterschaft gefeiert und damit die ungeschlagene Serie des Toyota Gazoo Racing World Rally Teams beim legendären Afrika-Lauf fortgesetzt.
Katsuta ist der zweite japanische Fahrer, der einen WM-Lauf gewinnt – nach Kenjiro Shinozuka, der 1991 und 1992 die Rallye Côte d’Ivoire auf afrikanischem Boden für sich entschied. Außerdem ist er der zweite japanische Safari-Sieger nach Yoshio Fujimoto, der 1995 mit Toyota triumphierte, als die Veranstaltung Teil des 2-Liter-World-Rally-Cups war.
Obwohl die Safari als eine der anspruchsvollsten Rallyes der Welt gilt, hat Katsuta dort stets stark abgeliefert. Drei Podiumsplätze aus fünf Starts – darunter sein erster WRC-Podestplatz 2021 – belegen dies. Im vergangenen Jahr endeten seine Hoffnungen auf ein weiteres Podium jedoch in einem späten Ausfall.
Nach seinem zweiten Platz bei der Rallye Schweden im vergangenen Monat ging Katsuta mit Rückenwind in die diesjährige Safari-Ausgabe. Der Start verlief solide, doch am Freitagnachmittag verlor er durch zwei Reifenschäden viel Zeit. Er fiel auf Gesamtrang sieben zurück – fast zwei Minuten hinter der Spitze.
Katsuta gab jedoch nicht auf. Er konzentrierte sich darauf, die extrem anspruchsvolle Samstagsetappe ohne Probleme zu überstehen. Und tatsächlich: Während andere Fahrer – darunter auch seine bis dahin führenden Teamkollegen – auf den schlammigen und steinigen Prüfungen Probleme bekamen, arbeitete sich Katsuta nach vorn und erreichte die Mittagsservicezone als Gesamtführender. Bis zum Sonntagmorgen baute er seinen Vorsprung auf 1:25,5 Minuten vor Adrien Fourmaux (Hyundai) aus und verwaltete ihn anschließend souverän über die letzten vier Prüfungen ins Ziel. Am Ende gewann er mit 27,4 Sekunden Vorsprung.
Für Katsuta ist dieser Triumph der Höhepunkt eines langen Weges, der 2015 begann, als der ehemalige Rundstreckenpilot mit nur wenig Rallyeerfahrung in das Toyota Gazoo Racing WRC Challenge Program aufgenommen wurde.
Sein Sieg ist der sechste Safari-Erfolg für TGR-WRT in ebenso vielen Anläufen seit der Rückkehr der Rallye in den WM-Kalender 2021 und gleichzeitig Toyotas 14. Safari-Erfolg – ein neuer Rekord.
Die fünf GR YARIS Rally1 des Teams belegten zu Beginn der Rallye sogar die ersten fünf Positionen. Doch starke Regenfälle vor und während der Woche machten die diesjährige Ausgabe zur anspruchsvollsten Safari der modernen Rally1-Ära und setzten allen Autos schwer zu – nur vier kamen ohne gravierende technische Defekte durch alle Prüfungen.
Besonders die matschige dritte Samstagsetappe wurde den drei bestplatzierten TGR-WRT-Fahrern zum Verhängnis: Elfyn Evans musste wegen beschädigter Aufhängung aufgeben, während Oliver Solberg und Sébastien Ogier wegen durch Schlamm verunreinigter Lichtmaschinen liegenblieben.
Sami Pajari verlor auf der zweiten Samstagprüfung rund fünf Minuten durch einen stark beschädigten Reifen. Doch am Nachmittag gewann er seine fünfte Prüfung des Wochenendes und kämpfte sich zurück auf Platz drei – und sicherte damit gemeinsam mit Beifahrer Marko Salminen sein zweites Podium in Folge und das dritte in fünf Rallyes.
Solberg, Ogier und Evans starteten am Sonntag erneut, um Punkte für „Super Sunday“ und die Power Stage zu sammeln. Jeder von ihnen gewann eine der ersten drei Prüfungen des Tages, bevor Solberg und Co-Pilot Elliott Edmondson die Power Stage für sich entschieden und sowohl diese Wertung als auch „Super Sunday“ gewannen – und damit die maximalen 10 Zusatzpunkte erhielten. Ogier/Landais wurden jeweils Zweite, Evans/Martin jeweils Dritte.
Evans führt die Fahrerwertung weiterhin an, acht Punkte vor Solberg und elf vor Katsuta. Durch die maximalen Sonntagszähler bleibt das Team mit 43 Punkten Vorsprung an der Spitze der Herstellerwertung.
Auch zwei GR Yaris Rally2 fuhren in die Top 10: Gus Greensmith wurde Gesamtsechster und Zweiter in WRC2 bei seinem Debüt im Auto, während Diego Domínguez Gesamtrang neun und Platz fünf in seiner Klasse erreichte.
Akio Toyoda (TGR-WRT Chairman)
„Ich habe mir immer gewünscht, dass ein japanischer Rallyefahrer, der auf der Weltbühne gewinnen kann, eines Tages Kinder in Japan inspiriert.
Wenn es ein Vorbild gibt, wollen Kinder und junge Menschen es übertreffen. Diejenigen, die hart daran arbeiten, Takamoto zu schlagen, werden das Niveau des Motorsports in Japan weiter anheben. Dieser Sieg ist ein wirklich großartiges Geschenk für die jungen Menschen in Japan. Danke, Takamoto!
Ich wünsche mir, dass Takamoto zu einer noch größeren Inspiration wird – und wir können uns schon jetzt auf seinen nächsten Auftritt bei der Rallye Japan freuen!
Gleichzeitig hat diese Safari‑Rallye unseren übrigen Crews alles abverlangt. Wir können aus diesen Erfahrungen lernen und sie nutzen, um beim nächsten Mal gemeinsam wieder alle aufs Podium zu bringen. Ich bin sicher, dass das Team das schaffen wird.“