Formel E 2026 | Mexico E-Prix: Vier Porsche-Fahrzeuge unter den Top 9.

Formel E 2026 | Mexico E-Prix: Vier Porsche-Fahrzeuge unter den Top 9.

vor 7 Stunden

Doppelte Punkteplatzierung für das Porsche Formel-E-Team im zweiten Saisonrennen der ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft: Pascal Wehrlein kam beim Mexico City E-Prix als Sechster ins Ziel, Nico Müller landete auf Rang 9.

Auch die Porsche-Kundenteams sammelten Zähler: Jake Dennis vom US-Rennstall Andretti Formula E wurde Fünfter, Pepe Martí kam für Cupra Kiro auf Platz 7 ins Ziel. Damit landeten vier Fahrzeuge mit Porsche-Technik unter den Top 9.

Sechs Podestplätze waren dem Porsche-Werksteam bis dato in der mexikanischen Hauptstadt gelungen. Über weite Strecken kämpften die Werksfahrer Wehrlein und Müller beim 150. Rennen der vollelektrischen Rennserie um eine weitere Top-Platzierung.

Von Startplatz 11 aus absolvierte Ex-Weltmeister Wehrlein im hocheffizienten Porsche 99X Electric eine starke Aufholjagd und machte im Rennverlauf fünf Positionen gut. Der Deutsche hält in Mexiko nach wie vor einen Rekord: Vier Pole-Positionen auf ein und derselben Strecke gelangen bisher nur ihm. Teamkollege Müller ging von Startplatz 5 ins Rennen und führte das Feld über 17 Runden an, fiel jedoch nach einer Safety-Car-Phase gegen Rennende zurück.

Auf dem Weg zu Platz 5 fuhr Jake Dennis zudem die schnellste Rennrunde in seinem 99X Electric. Pepe Martí arbeitete sich von Startplatz 20 bis auf Position 7 nach vorn und sammelte damit seine ersten Punkte in der Formel E.

Meilenstein für Porsche-Kundenteam Andretti

Der Mexico City E-Prix markierte einen Meilenstein in der Formel E: Er war das 150. Rennen der Serie. Seit der Premiere in Peking 2014 mit dabei sind unter anderem der namhafte Andretti-Rennstall und dessen aktueller Teamchef Roger Griffiths.

Der erste Sieg gelang den US-Amerikanern beim Diriyah E-Prix 2018, elf weitere sollten folgen. Seit Saison 9 tritt Andretti als Porsche-Kundenteam an und setzte bereits im ersten Rennen mit dem 99X Electric ein Ausrufezeichen, als Jake Dennis den Mexico City E-Prix 2023 gewann. Im selben Jahr sicherten sich Dennis und Andretti den Titel in der Fahrer-Weltmeisterschaft – zugleich der erste WM-Titel für Porsche in der Formel E.

 

Porsche trauert um Hans Herrmann

Zu Beginn des Mexiko-Rennwochenendes erreichte Porsche die Nachricht vom Tod Hans Herrmanns. Die Motorsportlegende war einer der erfolgreichsten Porsche-Werksrennfahrer. Herrmanns Karriere war geprägt von zahlreichen Siegen und unvergesslichen Momenten in Le Mans, bei der Mille Miglia und der Targa Florio.

1954 feierte Herrmann im Porsche 550 Spyder einen historischen Klassensieg bei der mexikanischen Carrera Panamericana. Der 550 Spyder war das erste Fahrzeug, das Porsche speziell für den Rennsport konstruierte. Die beiden werkseigenen 99X Electric bestritten den Mexico City E-Prix im Look von Hermanns Panamericana-Siegerfahrzeug – anlässlich von 75 Jahren Porsche Motorsport sowie als Hommage an den Motorsport in Mexiko. Herrmann wurde 97 Jahre alt.

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Stimmen zum Mexico City E-Prix

Florian Modlinger, Gesamtprojektleiter Formel E: „Nicht das Ergebnis, das wir uns erhofft hatten – mit Pascal auf Platz 6 und Nico auf Rang 9. Insgesamt vier Fahrzeuge mit Porsche-Antrieb in den Top 9, aber nicht auf den Spitzenpositionen. Nico hat von Startplatz 5 ein sehr starkes Rennen gezeigt, hatte alles unter Kontrolle und war bis zum Safety-Car immer in der Führungsgruppe. Dann verlor er Grip und fiel zurück. Wir müssen verstehen, was dort passiert ist. Auch Pascal hat ein starkes Rennen gezeigt und sich von Platz 11 auf Rang 6 verbessert. Im Ziel lag er nur 1,9 Sekunden hinter dem Sieger. Aufgrund der Startposition mussten wir jedoch eine risikoreiche Strategie mit einem frühen Attack Mode wählen. Mehr war daher nicht drin. Wäre er weiter vorne gestartet, hätte es mit einem Podium klappen können. Es gibt eine Menge zu analysieren. Das Ziel ist, in Miami stärker zurückzukommen und mehr Punkte zu sammeln.‟

Pascal Wehrlein, Porsche-Werksfahrer (#94): „Nicht der Tag, den wir uns erhofft hatten. Über eine Runde waren wir definitiv schnell, aber im Qualifying hat es leider nicht funktioniert, nachdem ich mich in meiner ersten Runde verbremst habe. Auf dieser Strecke gibt der Reifen nur guten Grip für eine Runde her. Für mich bedeutete das Startplatz 11. Im Rennen haben wir uns nach vorn gearbeitet und sind auf Platz 6 ins Ziel gekommen. Das sind gute Punkte, aber es gibt definitiv Dinge, die wir besser machen müssen. Mexiko ist ein großartiger Ort mit so vielen Fans, und wir wollten hier unbedingt ein gutes Ergebnis erzielen. In diesem Jahr hat das leider nicht geklappt. Trotzdem ein großes Dankeschön an die Fans.‟

Nico Müller, Porsche-Werksfahrer (#51): „Gefühlt haben wir vom Start weg vorn mitgekämpft. Wir haben uns in den Top 3 festgesetzt, lagen in Führung, hatten ein gutes Energiemanagement, und ich habe mich im Auto sehr wohlgefühlt. Die Balance und die Effizienz haben etwa 25 Runden lang gepasst. Nach dem Safety-Car ist dann jedoch etwas passiert, und wir haben komplett den Grip verloren. Mit zwei Punkten nach Hause zu fahren, ist nicht das, wofür wir hierhergekommen sind. Ich denke, wir hatten das Potenzial, um den Sieg zu kämpfen. Es gibt viele Lehren, die wir daraus ziehen können, aber auch viele positive Aspekte.‟

 

ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft – Punktestände nach 2 von 17 Rennen

Fahrerwertung
1. Nick Cassidy (NZL), 40 Punkte
2. Jake Dennis (GBR), 36 Punkte
3. Oliver Rowland (GBR), 34 Punkte
4. Pascal Wehrlein (GER), 23 Punkte
7. Nico Müller (SUI), 12 Punkte
11. Pepe Martí (ESP), 6 Punkte
18. Felipe Drugovich (BRA), 0 Punkte
20. Dan Ticktum (GBR), 0 Punkte

Teamwertung
1. Citroën Racing (FRA), 44 Punkte
2. Andretti Formula E (USA), 36 Punkte
3. Nissan Formula E Team (JPN), 35 Punkte
4. Porsche Formula E Team (GER), 35 Punkte
8. CUPRA KIRO (USA), 6 Punkte

Herstellerwertung
1. Stellantis, 62 Punkte
2. Porsche, 55 Punkte
3. Nissan, 39 Punkte

Die offiziellen Punktestände finden sich auf den Seiten der Formel E.