Allradantrieb, eine einzige sportliche Haltung: 75 Jahre Allradantrieb bei Alfa Romeo.

Allradantrieb, eine einzige sportliche Haltung: 75 Jahre Allradantrieb bei Alfa Romeo.

vor 6 Stunden
  • Vom 1900M „Matta“ aus dem Jahr 1951 bis hin zu den neuesten Modellen setzt Alfa Romeo seine lange Tradition des Allradantriebs fort und sorgt so für ein immer sichereres und fesselnderes Fahrerlebnis.
  • Die Q4-Technologie deckt derzeit je nach Markt die gesamte Modellpalette ab: den Junior in der Ibrida-Version; den Tonale in den Varianten Ibrida Plug-In und 2.0 GME Turbo-Benziner; die Giulia in den Turbo-Diesel- und Benzinversionen; und schließlich den Stelvio in seinen Turbo-Diesel- und Benzinkonfigurationen sowie in der legendären Quadrifoglio-Version.
  • Je nach Modell ist das Q4-System in zwei verschiedenen Ausführungen erhältlich – elektrisch oder mechanisch –, die auf Straßen mit geringer Haftung oder bei anspruchsvollen Wetterbedingungen ein Höchstmaß an Traktion, Sicherheit und Fahrspaß gewährleisten.
  • Im Jahr 2025 machten Q4-Versionen 26 % der weltweit verkauften Alfa Romeos aus, was die Bedeutung der Allradtechnologie für die Strategie der Marke unterstreicht.

Maximale Sportlichkeit und bestmögliche Traktion auch unter anspruchsvollsten Haftungsverhältnissen gewährleisten und gleichzeitig die dynamische Präzision bewahren, die das Wesen der Marke ausmacht. Dies ist das Grundprinzip von Q4, dem renommierten Allradantriebssystem von Alfa Romeo, das in allen Modellen der Modellpalette zum Einsatz kommt und Teil zweier unterschiedlicher Architekturen ist, die durch dieselbe Designphilosophie vereint sind: zum einen die mechanische Technologie, die im Q4-System der Hochleistungslimousine Giulia und des Premium-SUV Stelvio zum Einsatz kommt; zum anderen die Innovation des Q4-Allradantriebs, der in den Hybridversionen des Junior und des Tonale angeboten wird.

Diese technologische Vision hat ihre Wurzeln in einer langen, komplexen Tradition. Tatsächlich ist der Allradantrieb seit fast einem Jahrhundert Teil der technischen Geschichte von Alfa Romeo. Bereits in den 1920er Jahren experimentierte die Marke mit Prototypen, die einem 4x4-Layout folgten, doch die erste konkrete Anwendung erfolgte 1951 mit dem 1900M „Matta“, der mit einem Offroad-Allradantriebssystem ausgestattet war. In den 1980er Jahren rückte diese Technologie durch die Verbreitung von Sportwagen mit Allradantrieb wieder in den Fokus. Alfa Romeo feierte 1984 sein Debüt mit dem Alfa 33 4x4, zunächst in der Giardinetta-Version, dann auch als Limousine, und entwickelte das System mit der Einführung einer elektromagnetischen Kupplung weiter. Ein Wendepunkt für diese Technologie kam 1991, wie das Protéo-Konzept mit einem neuen 4x4-System mit Viskokupplung und die Ankündigung der Absicht, eine Allradversion in allen Modellen einzuführen, zeigten. Im selben Jahr wurde der 33 Permanent 4 auf den Markt gebracht, der mit permanentem Allradantrieb mit Viskokupplung ausgestattet war und an der Spitze der Hochleistungsmodellreihe positioniert wurde. In der Folge trugen ab 1992 alle Allradversionen von Alfa Romeo den Namen Q4, wie er bei den Modellen 33, 155 und 164 verwendet wurde; Rennwagen auf Basis des 155 Q4 gewannen 1992 die italienische Superturismo-Meisterschaft und 1993 die DTM. In den folgenden Jahren entwickelte sich die Q4-Technologie weiter und wurde ausgebaut: Beim 156 entstand daraus auch die spezielle Crosswagon-Version, während bei den Modellen 159, Brera und Spider der Allradantrieb für die gesamte Modellpalette angeboten wurde; das Q4-System feierte zudem sein Debüt in einem Spider der Marke mit dem Biscione.

Damit sind wir in der Gegenwart angekommen, in der der Allradantrieb von Alfa Romeo in eine neue technologische Generation geführt wird, die Elektrifizierung und Innovation integriert, ohne dabei seine sportliche DNA zu verlieren. Konkret entwickelt sich das Q4-System mit dem Junior und dem Tonale in ihren Hybridversionen in Richtung einer neuen Dimension, in der die Intelligenz eines Doppelmotors den Allradantrieb ohne mechanische Verbindung zwischen den beiden Achsen ermöglicht. Der Verbrennungsmotor arbeitet an der Vorderachse, unterstützt durch Elektrifizierung, während eine spezielle elektrische Einheit an der Hinterachse eingreift, um das Drehmoment schnell und vorausschauend zu verteilen. Das Fehlen von Längstransmissionskomponenten reduziert Trägheit und Systemgewicht und gewährleistet zudem ein sofortiges Traktionsmanagement.

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Giulia und Stelvio hingegen verkörpern den reinsten Ausdruck der mechanischen Tradition von Alfa Romeo, angewandt auf den Allradantrieb. Ihr Q4-System nutzt ein Active Transfer Case (ATC), einen kompakten, leichten Antriebsstrang, der mit einer aktiven Kupplung der neuen Generation ausgestattet ist, welche die beiden Achsen physisch verbindet und die Drehmomentverteilung in Echtzeit moduliert. Unter normalen Bedingungen bevorzugen die Fahrzeuge den Hinterradantrieb, wodurch Balance und Präzision beim Einlenken erhalten bleiben; wenn es die Bedingungen erfordern, wird das Drehmoment progressiv und kontinuierlich auf die Vorderachse übertragen, was für überlegene Traktion, Stabilität und Kontrolle sorgt. Eine ausgereifte Lösung, die Zuverlässigkeit, gleichbleibendes Ansprechverhalten und eine in ihren jeweiligen Segmenten maßgebende Dynamik garantiert und die Giulia und den Stelvio als authentische Meisterwerke der Technik bestätigt.

Das Alfa Romeo Q4-System bleibt seiner Hauptaufgabe treu, nämlich maximale Traktion ohne Einbußen bei der Sportlichkeit zu gewährleisten, ein neutrales und fesselndes Fahrverhalten zu bewahren sowie Sicherheit und Kontrolle unter allen Fahrbedingungen zu gewährleisten. Die Relevanz und die Wertschätzung der Q4-Technologie durch die Kunden zeigen sich deutlich in den Verkaufszahlen: Im Jahr 2025 machten Q4-Versionen 26 % der weltweit verkauften Alfa Romeos aus, wobei der Stelvio (90 %) und die Giulia (52 %) deutlich über dem Durchschnitt lagen, während der Tonale bei 28 % und der im letzten Jahr eingeführte Junior bei 6 % lag. Letztendlich war der Allradantrieb für Alfa Romeo nie nur eine technische Lösung, sondern vielmehr ein struktureller Bestandteil des Fahrvergnügens, geschaffen, um die Bedürfnisse einer breiten, umfassenden Kundschaft zu erfüllen: von Fans von Winter- und Sommersportarten und Liebhabern klassischer Allradfahrzeuge bis hin zu denen, die absolute Vielseitigkeit suchen und die Fähigkeit, den Stadtverkehr ebenso wie Strecken mit geringer Haftung oder anspruchsvolle Wetterbedingungen zu meistern – ganz natürlich und mit Charakter.
 

Junior

Der Allradantrieb ist ein wesentlicher Faktor für eine Premiummarke wie Alfa Romeo: Er ist beim Junior Ibrida Q4 dank der Power-Looping-Technologie stets verfügbar – selbst bei niedrigem Batteriestand. Das System kombiniert einen 1,2-Liter-Turbomotor mit 136 PS und zwei 21-kW-Elektromotoren zu einer Gesamtleistung von 145 PS. Die Architektur umfasst einen Elektromotor vorne, der in das 6-Gang-Doppelkupplungs-Automatikgetriebe integriert ist, sowie einen zweiten Motor an der Hinterachse, was zu einem Allradantrieb ohne physische Verbindung zwischen den beiden Achsen führt. Diese Konfiguration gewährleistet eine optimale Drehmomentverteilung und hohe Traktion unter allen Bedingungen. Das Q4-System verbessert die Fahrdynamik des Junior Ibrida weiter und ermöglicht schnellere und präzisere Kurvenfahrten als bei der Version mit Frontantrieb. Das Ergebnis ist mehr Agilität und Reaktionsfreudigkeit, ohne Kompromisse bei Stabilität und Kontrolle einzugehen. Um dieses dynamische Gleichgewicht zu unterstützen, reduziert die Q4-Konfiguration gleichzeitig das Untersteuern, wodurch das Fahrzeug in Kurven eine natürlichere und präzisere Spurführung beibehält. Der Allradantrieb steht in Verbindung mit dem DNA-Wahlschalter, wodurch das Fahrverhalten an unterschiedliche Bedingungen angepasst werden kann: „Dynamic“ für ein sportliches Fahrerlebnis mit maximaler Leistung; „Natural“, ideal für den Alltagsgebrauch; „Advanced Efficiency“ zur Optimierung des Kraftstoffverbrauchs und für eine ruhige Fahrt; „Q4“ für Bedingungen mit geringer Bodenhaftung, wobei stets höchste Sicherheit und Kontrolle gewährleistet sind. In den Modi „Natural“ und „Advanced Efficiency“ arbeitet das Q4-System automatisch und priorisiert die Effizienz, ohne bei Bedarf auf den Allradantrieb zu verzichten. Bis zu 90 km/h fährt das Fahrzeug überwiegend im Frontantrieb (FWD), um die Energieeffizienz zu maximieren. Im Modus „Dynamic“ hingegen fährt das Fahrzeug von 0 bis 40 km/h stets im Allradantrieb und verteilt das Drehmoment auf beide Achsen; bei Geschwindigkeiten über 40 km/h schaltet es automatisch auf Frontantrieb um, um Energieverluste zu reduzieren. Bei Auswahl des Q4-Modus bleibt der Allradantrieb bis zu 30 km/h aktiv und sorgt so für maximale Traktion beim Anfahren und bei niedrigen Geschwindigkeiten. Jenseits dieser Schwelle setzt der Smart Q4-Modus ein und hält den hinteren Elektromotor aktiv, um ein schnelles Eingreifen des Allradantriebs bis zu 90 km/h zu gewährleisten, mit einem optimalen Gleichgewicht zwischen Leistung und Effizienz. Dank der Power-Looping-Technologie bleibt der Hinterradantrieb zudem auch bei niedrigem Batteriestand funktionsfähig: Der vordere Elektromotor fungiert als Generator und versorgt seinen Gegenpart im Heck direkt mit Strom. Dank dieser Architektur kann der Junior Hybrid Q4 einen niedrigen Kraftstoffverbrauch und geringe Emissionen aufrechterhalten, mit CO₂-Werten unter 120 g/km – ein Effizienz-Maßstab in seiner Klasse. Abgerundet wird das Bild durch die MultiLink-Einzelradaufhängung hinten, die Komfort und Fahrspaß im Alltag garantiert.
 

Tonale

Der Alfa Romeo Tonale Ibrida Plug-In Q4 bietet ein sicheres, komfortables und mitreißendes Fahrverhalten und positioniert sich damit in puncto Agilität und Fahrdynamik an der Spitze seiner Klasse. Das 270 PS starke Plug-in-Hybridsystem kombiniert einen 1,3-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner mit 150 PS und 270 Nm, gekoppelt an ein 6-Gang-Automatikgetriebe, das die Antriebskraft auf die Vorderräder überträgt, mit einem 94 kW (128 PS) starken und 250 Nm erzeugenden Elektromotor an der Hinterachse. Diese Architektur ermöglicht den Q4-Allradantrieb ohne mechanische Verbindung zwischen den beiden Achsen, indem die Antriebssysteme elektronisch koordiniert werden und so Stabilität, Traktion und besonders effektives Handling auch auf rutschigem Untergrund gewährleisten.

Die Funktionalität des DNA-Wählers wurde neu gestaltet, um den spezifischen Eigenschaften des Fahrzeugs Rechnung zu tragen und dessen Effizienz und Leistung zu steigern: Die Q4-Traktion und das Eingreifen der Steuerelektronik lassen sich steuern, die Arbeit von Motoren und Getriebe optimal aufeinander abstimmen und die Empfindlichkeit der Bedienelemente anpassen. Ein verfeinertes Kalibrierungssystem, damit sich der Fahrer ganz auf die Straße konzentrieren kann, ohne durch die Bedienung verschiedener Elemente abgelenkt zu werden. Der „Advanced Efficiency“-Modus ist für rein elektrisches Fahren ausgelegt; der „Natural“-Modus sorgt automatisch für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Verbrennungsmotor und Elektromotor und begünstigt dabei die Effizienz; der „Dynamic“-Modus maximiert die Leistung durch ein schnelleres Ansprechverhalten von Gaspedal, Getriebe und Lenkung. Beim Tonale Ibrida Plug-In Q4 trägt das großzügig zur Verfügung stehende Drehmoment an der Hinterachse aktiv zur Fahrdynamik bei, indem es die Traktion beim Herausfahren aus Kurven verbessert und das Untersteuern begrenzt.

Neben der Gewährleistung des Allradantriebs unter allen Bedingungen bietet er eine in seinem Segment maßgebende Leistung: eine Gesamtleistung von 270 PS, eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 6,6 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 195 km/h im Hybridmodus.

Im Nahen Osten und in Nordamerika wird der Alfa Romeo Tonale mit dem 2.0 GME-Turbobenziner mit 268 PS und 400 Nm angeboten, kombiniert mit einem 9-Gang-Automatikgetriebe und Allradantrieb mit mechanischer Technologie im Q4-System. Diese basiert auf dem Einsatz einer PTU (Power Transfer Unit), die das Drehmoment zwischen Vorder- und Hinterachse je nach Fahrbedarf dynamisch verteilt und bis zu 100 % des Drehmoments an die Hinterachse leitet. Diese Konfiguration sorgt für herausragende Fahrleistungen mit einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 6,5 Sekunden und einer Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h.
 

Giulia & Stelvio

Das von der Giulia und dem Stelvio verwendete Q4-Allradantriebssystem ist eine der charakteristischsten Technologien von Alfa Romeo, entwickelt, um maximale Kontrolle auf jedem Untergrund zu bieten, ohne dabei den für den Hinterradantrieb typischen Fahrspaß zu beeinträchtigen.

Das System basiert auf einem klaren Prinzip: immer fahren wie in einem Sportwagen, bei Bedarf mit der Sicherheit des Allradantriebs. Q4 wurde für die Traktionssteuerung in Echtzeit entwickelt und garantiert Leistung, Effizienz und Sicherheit bei gleichzeitig geringem Kraftstoffverbrauch, guter Ansprechbarkeit und dem dynamischen Fahrverhalten eines Hinterradantriebs. Diese Architektur passt perfekt zum 210 PS starken 2,2-Liter-Turbodiesel mit 8-Gang-Automatikgetriebe und zum 280 PS starken 2,0-Liter-GME-Turbobenziner mit 8-Gang-Automatik; sie ist auch im Stelvio Quadrifoglio enthalten, der den Allradantrieb nutzt, um die Leistung des 520 PS starken Twin-Turbo-V6 besser zu steuern. Unter normalen Bedingungen verhalten sich Giulia und Stelvio wie Fahrzeuge mit Hinterradantrieb und gewährleisten so Agilität und Fahrpräzision. Wenn es die Bedingungen erfordern – zum Beispiel bei Regen, Schnee oder bei stärksten Beschleunigungsvorgängen – überträgt das System sofort einen Teil des Drehmoments auf die Vorderachse und verbessert so Stabilität und Traktion. Das technologische Herzstück des Systems ist das kompakte, leichte Active Transfer Case (ATC) – das gesamte System wiegt rund 60 kg – ausgestattet mit einer aktiven Kupplung der neuen Generation. Dank des Next-Generation Integrated Actuator wird die Drehmomentverteilung sehr schnell und präzise moduliert, entsprechend den Einstellungen des DNA-Wählers. Dies gewährleistet schnellere Reaktionszeiten als bei herkömmlichen Allradantriebssystemen sowie eine hohe Gesamteffizienz. Neben dem ATC kommt das kompakte Frontachsdifferenzial (FAD) zum Einsatz, das für die Bewältigung hoher Drehmomente ausgelegt ist. Das Zusammenspiel von ATC und FAD sorgt für eine konstante Steuerung der Fahrdynamik und überwacht Parameter wie Radgeschwindigkeit, Quer- und Längsbeschleunigung, Lenkwinkel und Drosselklappenstellung. Das System kann somit ein Schleudern verhindern, noch bevor es auftritt, und verbessert so die Sicherheit und den Fahrkomfort. Eine einzigartige Eigenschaft des Q4 ist die Bewältigung von bis zu 2,5 % des mechanischen Schlupfs zwischen Vorder- und Hinterachse, was zur Verbesserung von Traktion, Spurtreue und Kurvenpräzision beiträgt. Insgesamt vereint das Q4-System von Giulia und Stelvio Sportlichkeit, Sicherheit und technische Raffinesse, sodass sie alle Jahreszeiten und Strecken mit höchster Effizienz und Kontrolle meistern können – ganz im Sinne der dynamischen Tradition von Alfa Romeo.