Mercedes-AMG Motorsport feiert dritten Gesamtsieg beim 24h-Rennen am Nürburgring.

Mercedes-AMG Motorsport feiert dritten Gesamtsieg beim 24h-Rennen am Nürburgring.

vor 1 Stunde

Zehn Jahre nach dem letzten Sieg hat Mercedes-AMG Motorsport wieder das prestigeträchtige ADAC RAVENOL 24h Nürburgring gewonnen. Das Mercedes-AMG Team RAVENOL um Maro Engel (GER), Maxime Martin (BEL), Fabian Schiller und Luca Stolz (beide GER) triumphierte bei der 54. Ausgabe dank einer beeindruckenden Teamleistung mit über zwei Minuten Vorsprung.

Für Mercedes-AMG Motorsport ist es nach 2013 und 2016 der historische dritte Triumph beim Eifelklassiker. Maro Engel war bereits 2016 Teil des Siegerquartetts. Martin, Schiller, Stolz und das operative Einsatzteam Winward Racing feierten ihren ersten Sieg beim 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring Nordschleife.

Mercedes-AMG Motorsport feiert dritten Gesamtsieg beim 24h-Rennen am Nürburgring.
Mercedes-AMG Motorsport feiert dritten Gesamtsieg beim 24h-Rennen am Nürburgring.

Bereits in der Anfangsphase konnte der von Platz 25 gestartete Mercedes-AMG GT3 #80 zahlreiche Positionen gutmachen.

Als nach rund vier Stunden erstmals Regen einsetzte, traf das Team die richtige Entscheidung und wechselte frühzeitig auf die MICHELIN-Regenreifen. Im Anschluss belegten das Mercedes-AMG Team RAVENOL und das Mercedes-AMG Team Verstappen Racing über weite Strecken des Rennens die Plätze eins und zwei.

In der Nacht wechselten die beiden Performance-Fahrzeuge in mehreren engen Duellen auf der Döttinger Höhe immer wieder die Führung.

Vier Stunden vor Schluss mussten Lucas Auer (AUT), Jules Gounon (AND), Daniel Juncadella (ESP) und Max Verstappen (NED) die #3 vom Mercedes-AMG Team Verstappen Racing wegen einer defekten Antriebswelle zunächst abstellen. Für die letzte Runde nahm das Fahrzeug das Rennen noch einmal auf und wurde auf Platz 37 gewertet.

Auch in der Schlussphase blieb das Mercedes-AMG Team RAVENOL trotz wechselnder Wetterbedingungen und einigen Zwischenfällen fehlerfrei und brachte den Sieg nach 24 Stunden und 5:27 Minuten sowie 156 gefahrenen Runden souverän ins Ziel.

Insgesamt lagen die beiden Mercedes-AMG Performance-Teams 129 Runden lang in Führung.

Toyo Tires with Ring Racing belegte den 17. Platz im Gesamtklassement. SR Motorsport by Schnitzelalm beendete das Rennen nach einer langen Reparaturphase auf Rang 101.

Die #26 vom PROsport Racing Team BILSTEIN befand sich in den frühen Morgenstunden auf einem Top-10-Platz. Ein gebrochener Splitter zwang das Team fünf Stunden vor Schluss aber zur Aufgabe.

Einen weiteren Erfolg feierte PROsport Racing hingegen in der SP10-Klasse: Yannik Himmels (GER), Lluc Ibañez (ESP), Guilherme de Oliveira (POR) und Jörg Viebahn (GER) erreichten mit dem Mercedes-AMG GT4 #176 Platz drei in ihrer Wertung.

KCMG setzte sich zu Beginn zunächst in der Spitzengruppe fest. Nach vier Stunden wurde der Mercedes-AMG GT3 #47 von einem Konkurrenten am Heck getroffen und konnte das Rennen nicht fortsetzen.

Für Maro Engel und Maxime Martin war es der zweite Sieg im zweiten Lauf der Intercontinental GT Challenge. Nachdem das Duo bereits beim Auftakt in Bathurst gewinnen konnte, holten sie auch auf dem Nürburgring die maximalen 25 Punkte und bauten ihren Vorsprung in der Fahrerwertung aus.

Zusätzlich hat das Team Toyo Tires with Ring Racing sechs Punkte für Mercedes-AMG Motorsport in der IGTC-Herstellerwertung eingefahren – Mercedes-AMG führt die Wertung damit an.

Mit 161 gemeldeten Fahrzeugen, davon allein 41 in der GT3-Klasse, verzeichnete das ADAC RAVENOL 24h Nürburgring das größte Teilnehmerfeld seit 2014.

Die 54. Ausgabe fand vor einer Rekordkulisse von insgesamt 352.000 Zuschauern statt, die über die gesamte Veranstaltung hinweg für eine spektakuläre Atmosphäre sorgten.

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„Das ist ein sehr bedeutsamer Erfolg – ich könnte nicht stolzer sein. Das 24-Stunden-Rennen am Nürburgring ist eines der größten und wichtigsten Langstreckenrennen für uns, das wir unbedingt wieder gewinnen wollten. Ich bin überwältigt, dass uns das nach zehn langen Jahren mit dem Mercedes-AMG Team RAVENOL gelungen ist. Wie so oft im Motorsport liegen Freude und Enttäuschung allerdings nah beieinander. Wir haben über weite Strecken ein enges Duell zwischen unseren beiden Performance-Fahrzeugen gesehen. Deshalb ist es besonders schade, dass der Einsatz für das Mercedes-AMG Team Verstappen Racing frühzeitig zu Ende ging. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die dieses außergewöhnliche Event unterstützt haben.“ 
Christoph Sagemüller, Leiter Mercedes-AMG Motorsport

„Ich bin sehr stolz, dass wir das 24-Stunden-Rennen 2026 gewinnen konnten. Wir haben uns im Vorfeld akribisch auf dieses Event und die wechselnden Bedingungen vorbereitet. Die ganze Arbeit hat sich ausgezahlt. Beim ersten einsetzenden Regen konnten wir auf der Strecke den entscheidenden Schritt nach vorne machen und auch strategisch die richtigen Entscheidungen treffen. Diesmal hatten wir zudem das nötige Rennglück, das man bei diesem Rennen einfach braucht. Gemeinsam mit dem Mercedes-AMG Team RAVENOL haben wir ein fehlerfreies Rennen gezeigt. Auch das Schwesterfahrzeug hat eine starke Leistung abgeliefert. Gerade hier auf der Nordschleife ist das eine beachtliche Leistung. Aber auch die anderen sechs Fahrzeuge hatten eine gute Pace. Mercedes-AMG Motorsport hat sich insgesamt sehr stark präsentiert – und dafür gebührt allen Beteiligten großer Respekt sowie mein herzlicher Dank.“
Stefan Wendl, Leiter Customer Racing, Mercedes-AMG Motorsport

„Zehn Jahre lange mussten wir auf diesen Erfolg warten. Regen war zwar nicht das Wetter, das ich mir für die letzte halbe Stunde gewünscht habe, dennoch konnte ich die Position souverän halten. Danke an das Team, das das Auto nach meinem Fehler im Qualifying wieder so gut vorbereitet hat. Für das Schwesterfahrzeug tut es mir sehr leid. Beide Mercedes-AMG GT3 waren wirklich schnell. Aber ich bin jetzt einfach froh, dass sich unsere Arbeit nach so langer Zeit endlich ausgezahlt hat. Danke an alle Zuschauer. Es war das gesamte Wochenende eine mega Atmosphäre.“
Maro Engel, Mercedes-AMG Team RAVENOL #80

„Es ist großartig, diesen Sieg nach zehn Jahren für Mercedes-AMG Motorsport zu holen. Für mich ist es auch endlich der erste Sieg bei der inzwischen 15. Teilnahme. Nach drei zweiten Plätzen und langem Warten ist das ein sehr gutes Gefühl. Mein Vater hat hier 1992 gewonnen, jetzt habe ich das auch geschafft. Damit wird für mich ein Traum wahr. Alles in allem einfach ein unvergessliches Wochenende.“
Maxime Martin, Mercedes-AMG Team RAVENOL #80

„Der Sieg ist etwas ganz Besonderes. Seit 2019 bin ich hier mit dem Mercedes-AMG GT3 angetreten und hatte immer den Traum, das Rennen zu gewinnen. Dieser Traum ist jetzt wahr geworden. Das Rennen war vor allem mental sehr herausfordernd. Immer wieder hat es an verschiedenen Stellen geregnet. Du wusstest nie, was dich in der nächsten Runde erwartet. Aber wir hatten dieses Wochenende das stärkste Paket und das haben wir perfekt auf die Strecke gebracht.“
Fabian Schiller, Mercedes-AMG Team RAVENOL #80

„Es ist ein unglaubliches Gefühl, diesen Gesamtsieg geholt zu haben. Auf einmal fällt der ganze Druck ab, denn die letzten Minuten waren sehr nervenaufreibend. Ich bin froh, dass wir dieses Jahr mit Mercedes-AMG Motorsport so erfolgreich waren. Das Mercedes-AMG Team RAVENOL hat uns ein fantastisches Auto hingestellt. Wir wussten, dass wir mit der Crew das Zeug zum Erfolg haben. Jetzt stehen wir nach einer emotionalen Achterbahnfahrt ganz oben. Das können wir einfach genießen.“
Luca Stolz, Mercedes-AMG Team RAVENOL #80

„Wir können sehr stolz auf unsere Leistung sein, auch wenn gerade die Enttäuschung über das Ergebnis etwas überwiegt. Wir konnten zwar am Ende noch einmal rausfahren, trotzdem war es natürlich ein bitteres Ende für uns. Das Mercedes-AMG Team Verstappen Racing sowie Dani, Jules und Max haben das gesamte Wochenende einen unglaublich guten Job gemacht.“
Lucas Auer, Mercedes-AMG Team Verstappen Racing #3