Felbertauerntunnel – ein gut ausgebauter Alpenpass als alternative Transitstrecke Richtung Italien.

Felbertauerntunnel – ein gut ausgebauter Alpenpass als alternative Transitstrecke Richtung Italien.

vor 9 Monaten

Der Felbertauernpass – eine attraktive Alpenroute Richtung Süden

Der Felbertauernpass, beziehungsweise die Transitstrecke durch den Felbertauerntunnel, hat sich in den vergangenen Jahren zu einer beliebten Alternative für die Südverbindung entwickelt – insbesondere für alle, die von Nordtirol oder Bayern nach Osttirol, Kärnten oder weiter ins Friaul in Italien reisen möchten. Die Strecke ist nicht nur verkehrstechnisch sinnvoll, sondern auch landschaftlich überaus reizvoll und weit weniger überlaufen als die bekannteren Routen über den Brenner oder den Tauerntunnel.

Felbertauerntunnel – ein gut ausgebauter Alpenpass als alternative Transitstrecke Richtung Italien.
Felbertauerntunnel – ein gut ausgebauter Alpenpass als alternative Transitstrecke Richtung Italien.
Das große Bild oben zeigt die Südseite des Alpenpass Felbertauern kurz unterhalb des Tunnels. Bild links: Die Ostseite des Staller Sattels. Hier fällt die Rampe gemächlich durch das Defreggental hinunter Richtung Matrei in Osttirol. Bild rechts: Die Westseite des Staller Sattels. Hier fällt die Rampe direkt nach dem Sattel steil ab, und windet sich in vielen Kehren Richtung Tal. Daher ist die Strecke einspurig, und wird via Ampelanlage gesteuert.

Eine Strecke mit Panorama und Effizienz

Der Felbertauernpass erstreckt sich über eine Gesamtstrecke von rund 38 Kilometern und führt durch teils zweispurig ausgebaute Straßen mit angenehmem Kurvenverlauf und großartiger Aussicht. Vor allem bei gutem Wetter bietet sich dem Reisenden eine spektakuläre Panoramastraße, die nicht nur ein Gefühl von Freiheit und Weite vermittelt, sondern auch viele Möglichkeiten für kurze Zwischenstopps und Fotopausen bereithält.

Das Herzstück der Strecke ist der Felbertauerntunnel, der auf der Nordseite bei Mittersill in Salzburg auf etwa 1.632 Metern Seehöhe beginnt. Der Tunnel selbst ist 5.832 Meter lang und verläuft mit leichtem Gefälle auf die Südseite, wo er auf etwa 1.606 Meter Höhe bei Matrei in Osttirol wieder ins Tageslicht führt. Die Tunnelröhre ist modern ausgestattet, sicherheitsüberwacht und erlaubt eine zuverlässige Durchfahrt – auch bei winterlichen Straßenverhältnissen.

Vignette & Maut – was kostet die Durchfahrt?

Für die Nutzung der Strecke wird keine österreichische Autobahn-Vignette benötigt, da die Zufahrt über die Schnellstraße erfolgt – von Deutschland aus über die Autobahn Rosenheim - Innsbruck (A93), Ausfahrt Kufstein Süd (Bis dahin fällt keine Maut an). Allerdings fällt eine Mautgebühr für den Felbertauerntunnel an. Diese ist jedoch vergleichbar mit der des Tauerntunnels, der sich weiter östlich befindet und stärker frequentiert ist. In Summe erhält man hier eine angenehmere, weniger gestresste Alternative – vor allem während der Hauptreisezeiten im Sommer und Winter.

Reizvolle Weiterfahrt nach Italien

Hinter Matrei eröffnet sich dem Reisenden die Wahl zwischen verschiedenen reizvollen Routen in Richtung Süden:

Über Lienz erreicht man auf direktem Weg die Bundesstraße Richtung Villach, die später in den Karawankentunnel mündet. Alternativ bieten sich auch der Wurzenpass oder der landschaftlich sehr schöne Loiblpass als Grenzübertritte nach Slowenien an.

Wer nach Friaul oder weiter nach Udine, Triest oder Venedig möchte, kann kurz vor Lienz in Richtung Plöckenpass abbiegen – ein landschaftlich herrlicher Alpenpass, der Italien auf ruhige und charmante Weise näher bringt.

Für besonders Abenteuerlustige lohnt sich ein kleiner Abstecher auf die Passstraße über den Staller Sattel. Dieser hochalpine Übergang verbindet Osttirol mit Südtirol (Italien) und bietet nicht nur faszinierende Aussichten, sondern auch echtes Passstraßen-Feeling. Achtung: Der Staller Sattel ist nur im Sommer befahrbar und in der Regel einspurig mit Ampelregelung.

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Fazit: Eine lohnende Transitstrecken-Alternative

Die Strecke über den Felbertauern ist nicht nur eine effiziente Transitroute, sondern auch ein echter Geheimtipp für alle, die den Urlaub schon auf der Anreise beginnen lassen möchten. Mit einer gelungenen Mischung aus moderner Infrastruktur, überschaubarem Verkehrsaufkommen und beeindruckender Naturkulisse ist diese Route eine willkommene Abwechslung zu den stark befahrenen Hauptachsen der Alpen. Wer es etwas entspannter und landschaftlich reizvoll mag, wird hier nicht enttäuscht.

Tipp:
Ein ausführlicher Reisebericht sowie Impressionen von der Felbertauernstraße und angrenzenden Alpenpässen sind in der Dokumentation „Alpen-Marathon – 7 Tage, 6 Länder, 50 Pässe“ zu sehen.

Zudem gibt es eine interaktive Alpenpasskarte und ein Poster mit über 400 Alpenpässen, ideal für die Planung deiner nächsten Tour.