WEC 204 | Le Mans (Frankreich): Porsche bei den 24 Stunden von Le Mans – Statistiken, Fahrerstimmen, Zeitplan.

WEC 204 | Le Mans (Frankreich): Porsche bei den 24 Stunden von Le Mans – Statistiken, Fahrerstimmen, Zeitplan.

vor 1 Monat
  • Porsche Penske Motorsport mit drei Porsche 963 bestens vorbereitet
  • Insgesamt acht Porsche-Rennwagen im Feld der 62 Teilnehmer-Fahrzeuge
  • Erstes Training und Qualifying am Mittwochnachmittag
     

Porsche geht als erfolgreichster Hersteller in die diesjährigen 24 Stunden von Le Mans (15./16. Juni). Vor dem Start der 92. Auflage des Klassikers haben sich Teams und Fahrer am vergangenen Sonntag (9. Juni) beim offiziellen Testtag auf die Besonderheiten des Circuit des 24 Heures vorbereitet. So führen gut neun Kilometer der 13,626 Kilometer langen Runde über normale Landstraßen. Sie werden nur für die Trainings und das Rennen gesperrt. Rennwagen des Sportwagenherstellers aus Stuttgart nehmen seit 1951 an diesem größten Langstreckenrennen der Welt teil, zu dem über 320.000 Zuschauer erwartet werden.

Die Veranstaltung in Le Mans ist der jährliche Höhepunkt der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC. Die erste Auflage des Rennens zur Darstellung von automobiler Innovation, Haltbarkeit und Performance fand 1923 statt. Einzig im Jahr 1936, als ein Generalstreik Frankreich lähmte, und im Zeitraum von 1940 bis 1948 wegen des Zweiten Weltkriegs und des Wiederaufbaus musste der Klassiker pausieren. In dieser Saison startet die 92. Auflage des berühmten 24-Stunden-Rennens an der Sarthe.

Für Porsche steht neben der Aussicht auf den 20. Gesamtsieg in Le Mans auch ein besonderes Jubiläum im Fokus: 50 Jahre Porsche Turbo. Die aufgeladenen Triebwerke wurden ab 1971 im Motorsport entwickelt und fanden nur drei Jahre später ihren Weg in den Neunelfer für die Straße. Und auch 2024 treibt den Hybrid-Prototypen Porsche 963 ein Bi-Turbomotor an. Ein typisches Beispiel für die Motorsport-Engagements aus Stuttgart: Porsche treibt Innovationen auf der Rennstrecke voran, unterzieht sie im intensiven Wettbewerb maximal harten Tests und bringt sie wenig später erfolgreich in die Serie.

Weitere Informationen zum Thema „50 Jahre Porsche Turbo“ inklusive Film- und Foto-Material hält unsere Pressemappe im Porsche Newsroom bereit: newsroom.porsche.de

Fahrerstimmen vor dem Rennen
Mathieu Jaminet (Porsche 963 #4): „Ohne jeden Zweifel sind die 24 Stunden von Le Mans das wichtigste Rennen des Jahres. Das sehe ich nicht allein so, sondern alle Fahrer empfinden das exakt gleich. Als Franzose gilt dies für mich umso mehr. Schon beim Testtag war die besondere Unterstützung für uns Lokalmatadoren deutlich zu spüren. Das ist ein tolles Gefühl – eine Woche lang fühlen wir uns wie ein Star! Nach dem Rennen geht es aber ganz schnell wieder zurück ins normale Leben.“

Michael Christensen (Porsche 963 #5): „Es ist immer unglaublich schwierig, die eigenen Chancen vor dem Start des Rennens einzuschätzen. Niemand weiß, wie sich der Wettbewerb darstellen wird. Wir haben in diesem Jahr in der FIA WEC und in der IMSA-Serie bereits hervorragende Ergebnisse erzielt. Das Auto ist gut, das Team in Topform und auch wir Fahrer sind in bester Verfassung. Alles ist angerichtet. Wir werden alles versuchen, um am Ende ganz vorn zu sein.“

Kévin Estre (Porsche 963 #6): „Basierend auf dem bisherigen Saisonverlauf in der WEC gehen wir natürlich mit hohen Erwartungen und großer Vorfreude an das Highlight. Ich freue mich sehr darauf. Im ersten Schritt möchten wir das Setup weiter optimieren, dann ein gutes Qualifying absolvieren und in die Hyperpole einziehen. Es ist das einzige Rennen des Jahres, das ich in meiner Heimat Frankreich bestreite und es ist das größte. Es wird wieder ein beeindruckendes Erlebnis sein, vor derart vielen Zuschauern zu fahren. Ich kann den Start am Samstag um 16:00 Uhr kaum erwarten.“

Will Stevens (Porsche 963 #12): „Es ist sehr schön, wieder in Le Mans zu fahren. Auf dieser Strecke hat unser Team in der LMP2-Klasse bereits riesige Erfolge gefeiert. Wir kennen das Rennen und dessen Besonderheiten bestens. Auf dem Weg durch die bisherigen Saisonrennen haben wir sehr viel gelernt. Dieses Wissen möchten wir nun optimal einsetzen und uns perfekt auf die große Herausforderung in Le Mans vorbereiten.“

Jenson Button (Porsche 963 #38): „Ich war bereits zweimal in Le Mans am Start. In diesem Jahr trete ich mit einem Team an, dessen Ambitionen maximal groß sind. Das mag ich sehr. Wir haben beim WEC-Rennen in Spa anhand unserer Startnummer 12 gesehen, dass wir ganz vorn sein können, wenn alles passt. Wir haben daraus viel Selbstbewusstsein gezogen. Wenn wir all unsere Erfahrungen einbringen, dann haben wir ohne Zweifel alle Möglichkeiten, etwas ganz Großes zu erreichen.“

Neel Jani (Porsche 963 #99): „Wir rechnen uns etwas aus. Es ist nicht so, dass wir vom Gesamtsieg träumen, aber unter Umständen werden wir um das Podest kämpfen können. Das ist unser Ziel. Wir haben bezüglich des Setups noch einige Hausaufgaben zu erledigen. Auch die Strategie für das Rennen müssen wir uns noch zurechtlegen. Wir werden all die gewonnenen Erkenntnisse der vergangenen Wochen und Monate anwenden, um möglichst optimal vorbereitet an den Start zu gehen.“

Morris Schuring (Porsche 911 GT3 R #91): „Ich werde erstmals in Le Mans starten. Ganz lustig ist ein Blick auf Zahlen bezüglich unserer Fahrercrew: Mein Teamkollege Richard Lietz geht zum 18. Mal in das Rennen und ich bin gerade einmal 19 Jahre alt. Ich bin der junge Rookie. Es macht mich sehr stolz, ein Teil dieses Teams zu sein. Wir sind bereit. Wenn wir alles richtig machen, dann kommt ein tolles Resultat dabei heraus – ein Ergebnis, das die gesamte Porsche-Familie jubeln lässt.“

Klaus Bachler (Porsche 911 GT3 R #92): „Der Kurs in Le Mans ist keine permanente Rennstrecke. Wir gehen davon aus, dass sich die Gripverhältnisse im Verlauf der Woche stärker verändern werden als auf anderen Anlagen. Wir haben das beste Team hinter uns! Unser Ziel ist der Klassensieg. Seit Monaten bereiten wir uns auf diese Herausforderung vor. Wir geben alles für die Erfüllung unseres großen Traums.“

Die einmalige Erfolgsbilanz von Porsche in Le Mans
1951 hat Porsche erstmals eine Abordnung zum 24-Stunden-Rennen in Le Mans geschickt. Mit Erfolg: Die beiden Franzosen Auguste Veuillet und Edmond Mouche fuhren am Steuer des Porsche 356/4 SL Coupé prompt zum Klassensieg. Seit jenem Jahr ist die Marke ununterbrochen in der Startaufstellung des größten Langstreckenrennens der Welt vertreten. Bislang traten insgesamt 855 Porsche-Rennfahrzeuge bei dem Klassiker an. Mit 19 Gesamttriumphen und 110 Klassensiegen belegt der Stuttgarter Sportwagenhersteller mit großem Abstand Platz eins in den Erfolgsstatistiken des Veranstalters Automobile Club de l’Ouest (ACO).

24-Stunden-Rennen in Le Mans – alle Porsche Gesamtsiege
1970 – Herrmann (D) / Attwood (GB) – Porsche 917 KH
1971 – Marko (A) / Van Lennep (NL) – Porsche 917 KH
1976 – Ickx (B) / Van Lennep (NL) – Porsche 936
1977 – Ickx (B) / Haywood (USA) / Barth (D) – Porsche 936/77
1979 – Ludwig (D) / D. Whittington (USA) / B. Whittington (USA) – Porsche 935 K3
1981 – Ickx (B) / Bell (GB) – Porsche 936
1982 – Ickx (B) / Bell (GB) – Porsche 956
1983 – Schuppan (AUS) / Haywood (USA) / Holbert (USA) – Porsche 956
1984 – Pescarolo (F) / Ludwig (D) – Porsche 956
1985 – Barilla (I) / Ludwig (D) / Krages (D) – Porsche 956
1986 – Bell (GB) / Stuck (D) / Holbert (USA) – Porsche 962C
1987 – Bell (GB) / Stuck (D) / Holbert (USA) – Porsche 962C
1994 – Dalmas (F) / Haywood (USA) / Baldi (I) – Dauer Porsche 962 LM
1996 – Wurz (A) / Reuter (D) / Jones (USA) – TWR Porsche WSC-95
1997 – Kristensen (DK) / Alboreto (I) / Johansson (S) – TWR Porsche WSC-95
1998 – Aiello (F) / McNish (GB) / Ortelli (F) – Porsche 911 GT1
2015 – Bamber (NZ) / Tandy (GB) / Hülkenberg (D) – Porsche 919 Hybrid
2016 – Jani (CH) / Lieb (D) / Dumas (F) – Porsche 919 Hybrid
2017 – Bernhard (D) / Hartley (NZ) / Bamber (NZ) – Porsche 919 Hybrid

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Der Zeitplan (alle Zeiten MESZ)
Dienstag, 11. Juni
14:00 Uhr – 15:00 Uhr: Autogrammstunde (Boxengasse)
14:00 Uhr – 18:00 Uhr: Pitwalk
15:15 Uhr – 16:30 Uhr: Pitstop-Challenge

Mittwoch, 12. Juni
14:00 Uhr – 17:00 Uhr: Freies Training 1
19:00 Uhr – 20:00 Uhr: Qualifying
22:00 Uhr – 00:00 Uhr: Freies Training 2

Donnerstag, 13. Juni
15:00 Uhr – 18:00 Uhr: Freies Training 3
20:00 Uhr – 20:30 Uhr: Hyperpole
22:00 Uhr – 23:00 Uhr: Freies Training 4

Freitag, 14. Juni
15:00 Uhr – 20:00 Uhr: Trackwalk für Fans
16:00 Uhr – 19:00 Uhr: Fahrerparade (Innenstadt)

Samstag, 15. Juni
12:00 Uhr – 12:15 Uhr: Warmup
16:00 Uhr: Start 24 Stunden von Le Mans

Sonntag, 16. Juni
16:00 Uhr: Zieleinlauf 24 Stunden von Le Mans