Überlegener DTM-Sieg in Spielberg für Werksfahrer Thomas Preining,

Überlegener DTM-Sieg in Spielberg für Werksfahrer Thomas Preining,

vor 2 Monaten

Werksfahrer Thomas Preining hat am vergangenen Wochenende auf dem Red Bull Ring in Österreich seinen zweiten DTM-Sieg gefeiert. Der Lokalmatador zeigte im Sonntagsrennen am Steuer des Porsche 911 GT3 R des Teams 75 Bernhard eine beeindruckende Vorstellung und ließ auf nasser Strecke alle Gegner hinter sich. Bereits am Samstag hatte Preining als Fünftplatzierter viele Punkte gesammelt. Zum Finalwochenende in Hockenheim (7. bis 9. Oktober) reist der gebürtige Linzer mit guten Titelchancen an.

Überlegener DTM-Sieg in Spielberg für Werksfahrer Thomas Preining,
Überlegener DTM-Sieg in Spielberg für Werksfahrer Thomas Preining,

Bild rechts oben: Sebastian Golz, Projektleiter Porsche 911 GT3 R, DTM in Spielberg, 2022
Bild links oben: Laurens Vanthoor, SSR Performance

Am Sonntag waren die Bedingungen auf dem Red Bull Ring wie gemacht für Preining und seinen Porsche 911 GT3 R: In den Händen des 24-jährigen Werksfahrers spielte das Heckmotorkonzept des GT3-Rennwagens aus Weissach seine Vorzüge auf nasser Strecke voll aus. Der gebürtige Linzer in der Startnummer 24 des Team 75 Bernhard startete von Rang sieben und arbeitete sich mit sehenswerten – nach eigener Aussage „sehr coolen“ – Manövern bis an die Spitze. Nach 35 Runden überquerte er den Zielstrich mit einem Vorsprung von 4,640 Sekunden als Erster.

Für Preining war es schon der zweite Saisonsieg, nachdem der Österreicher im Sommer am Norisring den allerersten DTM-Triumph für die Marke Porsche realisiert hatte. Bereits am Samstag hatte der Youngster aus dem Team von Porsche-Markenbotschafter Timo Bernhard die heimischen Fans in Spielberg entzückt. In sehenswerten Zweikämpfen mit dem Audi-Piloten Nico Müller (Schweiz) zeigte sich Preining entschlossen und kaltschnäuzig. Eine zunächst ausgesprochene Zeitstrafe wurde nach dem Rennen zurückgenommen, sodass er am Ende über zehn wichtige Meisterschaftspunkte jubeln konnte. Preining hat nun 116 Zähler auf seinem Konto, nur 14 weniger als der Tabellenführer. Damit besitzt der Porsche-Werksfahrer am Finalwochenende hat noch beste Chancen auf den Titel, da bei den beiden letzten Saisonrennen in Hockenheim noch bis zu 58 Punkte vergeben werden.

 

„Am zurückliegenden Wochenende ist mein Puls nicht ein einziges Mal auf ein normales Niveau heruntergekommen“, fasst Sebastian Golz zusammen. Der Projektleiter Porsche 911 GT3 R fügt hinzu: „Nach den starken Überholmanövern von Thomas Preining im ersten Rennen und einem sehr guten fünften Platz hat er sich und seinem Team den verdienten Lohn im Sonntagslauf geholt. Der Sieg bei seinem Heimrennen ist für Thomas etwas ganz Besonderes. Die gesamte Porsche-Familie feiert mit ihm diesen Erfolg. Dank der konstanten Leistungen des gesamten Team 75 Bernhard ist Thomas nun im Meisterschaftskampf. Er wird beim Finale in Hockenheim bestimmt alles auf eine Karte setzen. Wir sind sehr gespannt!“

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In Gedenken an die österreichische Motorsport-Legende Walter Lechner trug Preining bei seinem Heimspiel einen Helm mit spezieller Lackierung. Hintergrund: Der Porsche-Werksfahrer hatte seine bis dato größten Siege auf dem Red Bull Ring am Steuer eines Porsche 911 GT3 Cup des Teams Lechner erzielt. In der Saison 2018 konnte der damalige Porsche-Junior beide Rennen des Porsche Carrera Cup Deutschland und auch den Lauf zum Porsche Mobil 1 Supercup in der Steiermark gewinnen – und zwar jeweils souverän von der Pole-Position. Die Strecke nahe der Ortschaft Spielberg ist ohnehin ein gutes Pflaster für die Nachwuchspiloten aus der bewährten Porsche-Motorsport-Pyramide: Der heutige Werksfahrer Matt Campbell siegte 2017 im deutschen Carrera Cup und im Supercup auf dem Red Bull Ring, das gleiche gelang zwei Jahre später dem Franzosen Julien Andlauer. 2021 und auch in diesem Jahr durfte der aktuelle Porsche-Junior Laurin Heinrich auf dem Formel-1-Kurs in den Alpen jubeln.

In der Fahrerwertung der DTM hat sich Preining nach seinem zweiten Saisonsieg und Rang fünf am Samstag auf den vierten Platz verbessert. Insgesamt fuhr der Österreicher am vergangenen Wochenende 35 Zähler ein und somit deutlich mehr als alle anderen Piloten in der beliebten und traditionsreichen deutschen Rennserie. Am 8. und 9. Oktober stehen auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg die zwei abschließenden Rennen der Saison 2022 auf dem Programm.

Für die Fahrer des Münchener Porsche-Kundenteams SSR Performance verlief die Veranstaltung in Spielberg nicht nach Wunsch. Am Samstag schieden Dennis Olsen und Laurens Vanthoor aus, am Sonntag erreichte der Nürburgring-Sieger aus Norwegen als Neunter die Punkteränge, während sein belgischer Teamkollege auf Platz 16 das Ziel erreichte.

Fahrerstimmen zum Rennwochenende auf dem Red Bull Ring

Thomas Preining (Porsche 911 GT3 R #24): „Das Niveau in der DTM ist unglaublich hoch, die Teams arbeiten auf maximal professionellem Level und die Fahrer sind allesamt weltklasse. In diesem Umfeld überhaupt ein einziges Rennen gewinnen zu können, ist schon unglaublich. Aber sogar zwei Siege? Das ist schlicht unfassbar! Dass es mir dann auch noch bei meinem Heimspiel in Österreich gelingt, ist wirklich die Krönung. Es fühlt sich an wie in einem Märchen. Jetzt sind wir in der Meisterschaft auf Schlagdistanz, es ist noch alles offen. Ich gehe in Hockenheim ‚all in‘, ich gebe restlos alles, um vielleicht einen ganz großen Pokal zu bekommen.“

Timo Bernhard (Besitzer Team 75 Bernhard): „Was für ein Wochenende! Nach dem hart erkämpften fünften Platz am Samstag ist Tommy am Sonntag von Rang sieben zum Sieg gefahren. Er hat ein sensationelles Rennen gezeigt. Auch unser Team war grandios: Wir hatten die richtige Reifenstrategie, ein großartiges Setup und trafen den optimalen Reifendruck jederzeit punktgenau. Zudem haben wir auf dem Weg zum Erfolg die notwendige Ruhe bewahrt. Jetzt sind wir mit Thomas im Titelrennen. Wir werden uns akribisch vorbereiten und in Hockenheim alles geben, was wir haben. Der Sonntag in Spielberg bleibt uns unabhängig vom Ergebnis beim Finale für immer in Erinnerung, denn dort haben wir alle zusammen etwas ganz Großartiges geleistet.“

Ergebnis Lauf 13

1. Nick Cassidy (NZL), Ferrari 488 GT3 #37, 38 Runden
2. René Rast (D), Audi R8 LMS GT3 #33, + 2,573 Sekunden
3. Mirko Bortolotti (A), Lamborghini Huracan GT3 #63, + 5,917 Sekunden
5. Thomas Preining (A), Porsche 911 GT3 R #24, + 7,167 Sekunden
DNF. Laurens Vanthoor (B), Porsche 911 GT3 R #92
DNF. Dennis Olsen (N), Porsche 911 GT3 R #94

Ergebnis Lauf 14

1. Thomas Preining (A), Porsche 911 GT3 R #24, 35 Runden
2. Luca Stolz (D), Mercedes-AMG GT3 #4, + 4,640 Sekunden
3. Maro Engel (D), Mercedes-AMG GT3 #88, + 10,505 Sekunden
9. Dennis Olsen (N), Porsche 911 GT3 R #94, + 23,543 Sekunden
16. Laurens Vanthoor (B), Porsche 911 GT3 R #92, + 38,380 Sekunden

Alle Ergebnisse unter: www.dtm.com