Toyota Gazoo Racing startet in die WRC Saison 2026.

Toyota Gazoo Racing startet in die WRC Saison 2026.

vor 1 Stunde

Erster Lauf der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) in Monte Carlo

  • Weiterentwickelter GR Yaris Rally1 mit neuem Aero-Paket und modernisiertem Design
  • Erweitertes Fahreraufgebaut zum Saisonauftakt
  • Erstmals seit 2008 wieder mit Super Special auf dem GP-Kurs
Toyota Gazoo Racing startet in die WRC Saison 2026.

Ein neu aufgestelltes Toyota Gazoo Racing World Rally Team (TGR-WRT) startet in seine zehnte Wettbewerbs-Saison, wenn die FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2026 vom 22. bis 25. Januar mit der ikonischen Rallye Monte-Carlo beginnt.

Die WRC stellt Autos, Fahrer und Teammitglieder wie keine andere Disziplin auf die Probe. Von eisigen Schneepisten bis zur glühenden Wüstenhitze – auf allen erdenklichen Straßenbelägen bietet sie ein einzigartiges Umfeld, um mehr über jene Bedingungen zu lernen, denen Toyota Kunden weltweit tagtäglich begegnen.

Seit seiner Debütsaison 2017 hat TGR-WRT die Herausforderungen der WRC gemeistert und sechs Mal die Hersteller-, Fahrer- und Beifahrertitel gewonnen. In dieser Zeit hat der Erfolg des Teams auch dazu beigetragen, dass Toyota einen neuen Rekord von mittlerweile 105 Rallyesiegen aufstellen konnte.

Nach einer rekordverdächtigen Saison 2025 startet TGR-WRT dieses Jahr mit dem Ziel, seine Titel erfolgreich zu verteidigen. Ohne sich auf den bisherigen Erfolgen auszuruhen, arbeitet das Team weiter daran, den GR Yaris Rally1 zu verbessern, der nun auch ein auffälliges neues rot-weiß-schwarzes Design trägt.

Unter Nutzung der verfügbaren Homologations-Joker für die letzte Saison des aktuellen Rally1-Reglements konzentriert sich das Team auf Entwicklungen im Bereich Aerodynamik und Fahrwerk. Dazu gehören ein neuer Heckflügel (bei den drei Herstellernennungen für die Auftaktrunde verbaut) sowie neue Komponenten im Fahrwerkssystem, die größere Setup-Möglichkeiten bieten.

Eine aufgefrischte Fahrerbesetzung für 2026 bringt noch mehr junge Talente in die bewährte TGR-WRT-Aufstellung – alle fünf GR Yaris Rally1 Crews werden in der ersten Runde im Einsatz sein.

Sébastien Ogier, der in einem dramatischen Finale der Saison 2025 seinen neunten Weltmeistertitel holte, wird erneut von Beifahrer Vincent Landais unterstützt. Ogier ist zudem der erfolgreichste Fahrer in der langen Geschichte der Rallye Monte-Carlo, die in seiner Heimatstadt Gap in den französischen Alpen beheimatet ist – vor einem Jahr feierte er dort seinen zehnten Sieg.

Vor dem Start der Rallye am Donnerstag am Hafen von Monaco wird eine neue GR Yaris Sonderedition enthüllt, die Ogiers neunten Titel würdigt. Sie wird gemeinsam mit dem GR Yaris MORIZO RR präsentiert, der zusammen mit TGR-WRT Chairman Akio Toyoda – alias Morizo – entwickelt und erstmals auf dem Tokyo Auto Salon vorgestellt wurde.

Elfyn Evans startet gemeinsam mit Beifahrer Scott Martin in seine siebte komplette Saison mit TGR-WRT. Die Vizemeister von 2025 standen bei der Rallye Monte-Carlo bereits vier Mal auf dem Podium, darunter ein zweiter Platz im vergangenen Jahr.

Neu im Team für die Saison 2026 sind Oliver Solberg und Beifahrer Elliott Edmondson, die im vergangenen Jahr souverän den WRC2-Titel im GR Yaris Rally2 gewannen und zudem ihr Rally1-Debüt in Estland mit einem Sieg krönten. Nach sechs bisherigen Starts bei der Monte ist Solberg der dritte Fahrer, der für TGR-WRT Herstellerpunkte sammeln soll.

Im vierten TGR-WRT-Auto gehen Takamoto Katsuta und Beifahrer Aaron Johnston an den Start, die an ihre bisher beste Monte-Platzierung – Rang sechs – anknüpfen wollen. Unter TGR-WRT2 startet außerdem Sami Pajari in seine zweite Saison und hofft darauf, seine starke Entwicklung aus seinem Rookie-Jahr mit Beifahrer Marko Salminen fortzusetzen.

Der Einsatz von TGR-WRT für junge Fahrer erstreckt sich auch auf das WRC Challenge Program. Nach großen Fortschritten im Jahr 2025 macht Nachwuchsfahrer Yuki Yamamoto den nächsten Schritt und bestreitet eine komplette WRC-Saison im GR Yaris Rally2.

Yamamoto ist einer von sieben GR Yaris Rally2 Fahrern, die für die Rallye Monte-Carlo gemeldet sind. Filip Mareš, Chris Ingram, Eliott Delecour (Sohn des Monte-Siegers von 1994, François), Olivier Burri und Johannes Keferböck treten alle in der WRC2-Kategorie an, während auch Paolo Vallivero gemeldet ist.

Die Rallye Monte-Carlo ist für ihr wechselhaftes Wetter bekannt, das Schnee und Eis auf die Asphaltstraßen bringen kann. Die Reifenwahl ist entscheidend, da eine breite Auswahl – teilweise mit Spikes – für die unterschiedlichen Bedingungen bereitsteht. In diesem Jahr startet und endet die Rallye im Hafen von Monaco und umfasst erstmals seit 2008 wieder eine Super Special Stage auf Teilen des Grand-Prix-Kurses.

Die Action führt die Crews am Donnerstag direkt in die Berge, mit drei Prüfungen auf dem Weg zurück nach Gap, zwei davon bei Dunkelheit. Am Freitag folgen zwei Durchgänge auf drei Prüfungen westlich von Gap. Der Samstag bietet drei weitere Bergprüfungen, bevor am Abend die Super Special auf dem Monaco Circuit gefahren wird. Am Sonntag bilden zwei wiederholte Prüfungen über Monaco den Abschluss, darunter die Power Stage über den berühmten Col de Turini.

Die Rallye Monte-Carlo bildet den Auftakt zu einer 14-Läufe umfassenden WRC-Saison 2026, die die Teilnehmer auf vier Kontinente führt und vom 11. bis 14. November in Saudi-Arabien endet.

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Jari-Matti Latvala (Teamchef)

„Es ist immer spannend, in eine neue Saison zu starten – ganz gleich, ob man Fahrer, Teamchef oder Fan ist. Es ist interessant zu sehen, auf welchem Niveau die Teams und Fahrer einsteigen. Mit der Entwicklungsarbeit, die wir am Fahrwerk und an der Aerodynamik geleistet haben, sollte unser GR Yaris Rally1 sehr konkurrenzfähig sein. Aber wir wissen auch, dass unsere Rivalen ebenfalls hart daran gearbeitet haben, sich zu verbessern. Die Rallye Monte‑Carlo ist die schwierigste und stressigste Veranstaltung der Saison, aber auch die lohnendste, wenn man das Podium in Monaco erreicht. Sébastien hat das öfter geschafft als jeder andere, und ich weiß, dass er – selbst nach seinem neunten Weltmeistertitel – weiterhin hungrig auf Siege ist. Auch Elfyn hat in der vergangenen Saison eine beeindruckende Leistung gezeigt und muss eigentlich nichts anders machen, um auch dieses Jahr wieder um den Titel zu kämpfen. Wir freuen uns außerdem, Oliver neu im Team zu haben und darauf zu sehen, was er, Taka und Sami im Laufe der Saison erreichen werden.“