Macau Grand Prix: Peter Hickman triumphiert zum vierten Mal – Vierfachsieg für die BMW Racer.

Macau Grand Prix: Peter Hickman triumphiert zum vierten Mal – Vierfachsieg für die BMW Racer.

vor 5 Monaten

Die Motorsportwelt blickte am vergangenen Wochenende wieder nach Macau. Im Rahmen des 70. Macau Grand Prix wurde auch die 55. Ausgabe des Macau Motorcycle Grand Prix ausgetragen – und das Rennen auf dem spektakulären Straßenkurs Guia Circuit endete mit einem Vierfacherfolg für die BMW Racer. Angeführt wurde das Feld von Peter Hickman (GBR), der mit der BMW M 1000 RR des FHO Racing BMW Motorrad Teams seinen insgesamt vierten Macau-Sieg einfuhr.

„Herzlichen Glückwunsch an unsere erfolgreichen BMW Fahrer, die in Macau das Geschehen einmal mehr dominiert haben. Ein Vierfachsieg für unsere BMW M 1000 RR ist ein sensationelles Ergebnis“, sagt Uwe Geyer, Head of BMW Motorrad Customer Racing. „Peter Hickman wurde seiner Rolle als einer der großen Favoriten mehr als gerecht. Davey Todd, den wir zurück in der BMW Racing Familie begrüßen können, bewies ebenfalls, dass er zu den besten Road Racern der Welt gehört. David Datzer fuhr bei seinem zweiten Macau-Auftritt zum zweiten Mal auf das Podium, auch das ist eine beeindruckende Peformance. Und Josh Brookes hat als Debütant bei diesem extrem schwierigen Rennen mit Platz vier ein hervorragendes Ergebnis geholt. Vielen Dank an alle BMW Racer, die die Farben von BMW in Macau so erfolgreich vertreten haben!“

Hickman trat erstmals seit 2019 wieder in Macau an, für das FHO Racing BMW Motorrad Team war es der erste Auftritt überhaupt auf dem Guia Circuit in der Heimat von Teamchefin Faye Ho. Und Hickman bewies schnell, dass ihm der einzigartige Kurs immer noch bestens liegt. Bereits in den Trainings holte er jeweils die Bestzeit, gefolgt von der Poleposition.

 

Beim Rennstart behauptete Hickman den ersten Platz, ehe das Rennen in der ersten Runde mit roter Flagge unterbrochen werden musste. Beim Re-Start blieb Hickman wieder vorn, zunächst machte jedoch Todd als Zweitplatzierter Druck. Doch im weiteren Rennverlauf konnte sich Hickman absetzen, und nach zwölf Runden erreichte er das Ziel mit 28,969 Sekunden Vorsprung auf Todd.

 

„Es war ein fantastisches Ergebnis“, so Hickman. „Es ist Fayes Heimspiel, es ist wirklich ihre Heimstrecke, es ist ihre Stadt, und es war einfach großartig, in jeder Session vorn zu sein und das Rennen zu gewinnen. Mehr hätte ich wirklich nicht verlangen können, ich bin super happy. Die Jungs haben einen mega Job gemacht. Die BMW M 1000 RR war herausragend. Die Strecke war etwas unebener als früher, was es etwas schwieriger gemacht hat. Aber das FHO Racing Team hat das Bike fast perfekt hinbekommen, und ich habe mich sehr wohlgefühlt. Davey hat am Anfang ziemlich Druck gemacht, aber wir konnten die Pace halten und er nicht. So gelang es uns, davonzuziehen, aus seinem Blick zu verschwinden und es am Ende zu verwalten.“

 

Todd erlebte am Renntag ein Wechselbad der Gefühle. Als Zweiter qualifiziert, konnte er aufgrund eines technischen Problems nicht am ersten Start teilnehmen, sondern musste vom Grid zurück zur Box. Doch er und das Team gaben nicht auf, machten sich an die Reparatur, und als das Rennen nach der roten Flagge neu gestartet wurde, war Todd wieder mit dabei. Der Lohn: Platz zwei auf dem Podium.

 

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„Mit einem solchen Tag hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Beim ersten Start war es einfach eines dieser unglücklichen Dinge, die passieren“, so Todd. „Die Jungs haben das Bike zurück zur Box geschoben, und ich war am Boden zerstört, als ich durch die Boxengasse zurückgelaufen bin. Aber das Team hat weitergemacht und alles gegeben, damit wir im Fall, dass das Rennen unterbrochen wird, beim Neustart wieder dabei sind. Und wir waren wieder dabei. Ich konnte vier Runden lang Druck auf Pete machen und versuchte, an ihm dran zu bleiben. Ich wusste aber, dass die Reifen irgendwann ins Spiel kommen würden und versuchte, sie so gut wie möglich zu schonen. Am Ende hatte ich einfach nicht mehr den Reifen, um anzugreifen. Hut ab vor Pete, er ist ein großartiges Rennen gefahren, und danke an mein Team für einen fantastischen Job.“

 

Datzer war ebenfalls überglücklich nach seinem zweiten Podiumsplatz bei seinem zweiten Macau-Auftritt. Dabei lief der Neustart für ihn gar nicht nach Plan. Von Platz vier gestartet, fiel der Bayer erst einmal um einige Positionen zurück und war Neunter. Doch er kämpfte sich zurück, ging schließlich an Brookes vorbei auf Rang drei und behielt den Podiumsplatz bis zur Zielflagge.

 

„Das ist wunderbar, einfach wunderbar“, jubelte Datzer auf dem Podest. „Nach meinem schlechten Start dachte ich: Mist, die schnellen Jungs sind jetzt weg. Doch ich hatte ein großartiges Bike, das von einem großartigen Team vorbereitet wurde. Ich habe mich wieder nach vorn gearbeitet, und in Macau erneut auf dem Podium zu stehen, ist ein toller Abschluss für das Event.“

 

Paul Jordan (GBR / ZERO UP Racing Team by Penz 13) und Sam West (GBR / moto-hub. co.uk) fuhren als Siebter und Zehnter ebenfalls in die Top-10.