San Bernardino – Alpenpass, Transitstrecke oder Erlebnisstraße …

vor 7 Monaten

Der San Bernardino-Pass ist ein bekannter Alpenpass im Kanton Graubünden in der Schweiz und erreicht eine Höhe von 2065 Metern. Er verbindet die nördlichen Täler Rheinwald mit den südlichen Tälern Misox und führt in Richtung Italien.

Der San Bernardino hat zwei, vielleicht sogar drei Seiten: Zum einen ist er eine wichtige Transitstrecke in den Süden und bietet eine Alternative zum stark frequentierten Brennerpass sowie zum Sankt-Gotthard-Tunnel. Eine als Autobahn angegebene, gut ausgebaute Straße führt hinauf zum etwa 6 Kilometer langen San-Bernardino-Tunnel und wieder hinunter. Diese Straße ist einspurig und oft mit Geschwindigkeitsbegrenzungen versehen. 
Der Tunnel liegt im Norden auf 1613 Metern und im Süden auf 1631 Metern. Die Strecke ist das ganze Jahr über befahrbar und besonders in der Urlaubszeit sehr beliebt. Für die Nutzung des Tunnels fallen keine zusätzlichen Mautgebühren an, da diese bereits durch die Jahresvignette für die Schweizer Autobahnen abgedeckt sind. Auf der südlichen Strecke bieten sich immer wieder beeindruckende Ausblicke ins Tal hinunter Richtung Luganer See.

Auf der anderen Seite gibt es die alte, ursprüngliche Passstraße, die allerdings nicht übers Jahr durchgehend befahrbar ist. Sie führt über mehr als 30 teils enge Kurven über den Pass. Wer Zeit hat und das passende Fahrzeug besitzt, sollte diese Strecke in den Sommermonaten unbedingt erkunden. Die Fahrt über diese alte San Bernardino-Passstraße ist ohne die Schweizer Autobahn-Vignette möglich.

Und dann gibt es natürlich die Kombination aus alter Bundesstraße und Tunnel. Wenn man etwas mehr Zeit einplant als über die einspurige "Autobahn", kann man zwischen Thusis und Tunnel über die alte Bundesstraße fahren. Hier gibt es viel Lndschaft und nette Dörfer zu entdecken. Das Highlight ist aber ein Teilstück, genannt “Viamala (mehr Infos …) . Der Name ist Programm, dementsprechend windet sich die Strecke durch und entlang einer, ehemals nur unter Gefahren zu befahrene Schlucht. An der spektakulärsten Passage kann man hinunter in die Schlucht gehen, ein Museum dazu besuchen und in ein Restaurant einkehren.
Kurz vor, oder nach dem Tunnel der nördlichen Rampe (je nachdem von welcher Seite man kommt) gibt es die Möglichkeit zwischen der alten Straße und der Autobahn zu wechseln.

 

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Ein Tipp: Etwas unterhalb der Nordseite, bei Splügen, zweigt eine Straße zum faszinierenden Splügenpass ab, der ebenfalls nach Italien führt und in der malerischen Stadt Chiavenna oberhalb des Comer Sees endet.

In einer TV-Reportage mit dem Titel „Alpen-Marathon im Engadin und Sankt-Moritz“ werden die nördliche Auffahrt zum San Bernardino, der Splügenpass, der Comer See und das Engadiner Hochtal gezeigt. Die Sendung bietet schöne Aufnahmen sowie viele Tipps zu Sehenswürdigkeiten und Urlaubsaktivitäten.

Außerdem gibt es ein gedrucktes Poster (100 x 70 cm) mit einer Übersicht aller Alpenpässe zum Kauf. Für eine individuelle Tour durch die Alpen, inklusive Sehenswürdigkeiten und Hoteltipps, eignet sich der interaktive Alpenpässe-Atlas. Damit lassen sich Touren planen, teilen und GPS-Daten herunterladen – perfekt für Navigation, Apps und mehr.