Alfa Romeo Giulia Spider ist „Klassiker des Jahres“.

Alfa Romeo Giulia Spider ist „Klassiker des Jahres“.

vor 1 Monat

Leser von AUTO BILD KLASSIK wählen legendären Oldtimer aus den 1960er Jahren zum Sieger in der Kategorie „Cabrios und Roadster“ zu ihrem „Goldenen Klassiker des Jahres 2022“[1].

Design von Pininfarina macht Alfa Romeo Giulia Spider zu einem der schönsten italienischen Roadster aller Zeiten.

Historische und aktuelle Modelle von Alfa Romeo siegen wiederholt beim Leserwettbewerb von AUTO BILD KLASSIK.

Rüsselsheim, im November 2022 – Kaum ein Cabriolet verkörpert so perfekt italienisches Lebensgefühl der 1960er Jahre wie der Alfa Romeo Giulia Spider. Dieser Meinung sind auch die Leser von AUTO BILD KLASSIK und wählten den schnittigen Zweisitzer zum „Goldenen Klassiker des Jahres 2022“ in der Wettbewerbskategorie „Cabrios und Roadster“*.

AUTO BILD KLASSIK stellte den Lesern in fünf Kategorien insgesamt 50 Oldtimer und Youngtimer zur Wahl, die 2022 einen runden Geburtstag feiern. Die Mehrheit der Stimmen im Segment „Cabrios und Roadster“ entfielen auf den Alfa Romeo Giulia Spider, der damit zwei starke Mitbewerber aus Großbritannien und den USA auf die nächsten Plätze verwies.

„Alfa Romeo als Marke mit einer großen Historie steht ganz besonders bei deutschen Oldtimerfans hoch im Kurs. Wir sind stolz darauf, mit dem Alfa Romeo Giulia Spider erneut einen Siegerpokal beim Leserwettbewerb von AUTO BILD KLASSIK zu erhalten. Das ist ein tolles Geschenk zum 60. Geburtstag eines Modells, das für mich einer der schönsten italienischen Roadster aller Zeiten ist“, kommentierte Niccolò Biagioli, Brand Country Director Alfa Romeo.

Historische und aktuelle Modelle von Alfa Romeo zählen regelmäßig zu den Siegern bei den Umfragen von AUTO BILD KLASSIK. So wählten die Leser in der Vergangenheit bereits den Alfa Romeo Spider von 1966 zum „Klassiker des Jahres“ und die seit 2016 gebaute Alfa Romeo Giulia zum „Klassiker der Zukunft“.

Alfa Romeo Giulia Spider (1962)

Zu verdanken haben die Fans italienischer Roadster den Alfa Romeo Giulia Spider Max Hoffman. Der gebürtige Österreicher hatte in den 1950er Jahren als einer der größten US-Importeure europäischer Autos großen Einfluss auf die Modellpolitik der von ihm betreuten Marken. Hoffman wünschte sich von Alfa Romeo einen kleinen, wendigen Roadster für die Sonnenstaaten Kalifornien und Florida. Diesen Markt könne man nicht den britischen Herstellern überlassen, argumentierte Hoffman und bestellte zur Bekräftigung kurzerhand ein Startkontingent von 600 Fahrzeugen.

Alfa Romeo ließ sich überzeugen. Die technische Basis für das Projekt lieferte das kurz zuvor präsentierte Modell Giulietta. Für die Karosserie setzte sich der Entwurf des Designstudios Pininfarina durch. Auf dem Pariser Autosalon und der Frankfurter IAA im Herbst 1955 wurde der Alfa Romeo Giulietta Spider präsentiert. Die überwältigende Resonanz zeigte schnell, dass Hoffman nicht nur in den USA den Nerv der Zeit getroffen hatte. Bis 1962 wurden schließlich rund 17.000 Giulietta Spider gebaut, alle mit 1,3-Liter-Vierzylindermotor.

1962 löste das völlig neu konstruierte Modell Giulia die Giulietta ab, zunächst aber nur in der Limousinen Variante. Der Spider wurde mit von Giulietta auf Giulia angepasstem Namen und mit weitgehend identischer Technik weiterhin gebaut. Größte Veränderung war der nun als Motor verwendete 1,6-Liter-Vierzylinder der Giulia. Eine Wölbung auf der Motorhaube gibt dem etwas höheren Triebwerk mehr Platz und optimiert außerdem die Kühlluftführung. Sie ist das charakteristische Unterscheidungsmerkmal zwischen Giulietta Spider und Giulia Spider. 

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Basierend auf dem um 300 Kubikzentimeter kleineren Vorgänger, verkörpert auch der Motor der Giulia Rennsport-Technologie in Reinkultur. Block und Zylinderkopf sind aus Aluminium gefertigt. Die Ventilsteuerung übernehmen zwei obenliegende Nockenwellen, die Brennräume haben hemisphärische Form. Neben der Standardvariante mit 92 PS Leistung ist auch der Alfa Romeo Giulia Spider Veloce mit 112 PS zu haben. In beiden Versionen überzeugt der drehfreudige Vierzylinder mit markentypisch kernigem Klang.

Auch das Fahrwerk zeugt von den Rennsport-Genen des Roadsters. Die Vorderachse wird von doppelten Dreiecksquerlenkern, Federbeinen und einem Stabilisator geführt. An der starren Hinterachse kommen Längslenker und ein zentrales Reaktionsdreieck zum Einsatz.

Zwischen 1962 und 1965 fertigten Alfa Romeo und Pininfarina gemeinsam rund 10.300 Exemplare des Giulia Spider. Dann sorgte der Nachfolger unter Verzicht auf den Namensanteil Giulia weiter für Furore – der aufgrund des Rundhecks ebenfalls unverwechselbare Alfa Romeo Spider.