WRC 26 | Rallye Finland: Toyota peilt Heimsieg bei der Rallye Finnland an.

vor 3 Stunden

Fünf Toyota Fahrer kämpfen beim WRC-Klassiker um den Sieg.

• Sami Pajari kommt als Estland-Sieger nach Jyväskylä
• Toyota gewann sieben der letzten acht Ausgaben
• Alle fünf Toyota Fahrer feierten 2026 bereits einen Sieg

Das Toyota Gazoo Racing World Rally Team und seine fünf Titelanwärter in der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) werden auf heimischen Straßen für eine spektakuläre Show sorgen, wenn vom 30. Juli bis zum 2. August die 10. Auflage der Rallye Finnland stattfindet.

Die schnellste Rallye im WRC Kalender führt durch die Wälder Mittelfinnlands rund um die Stadt Jyväskylä, die als spirituelle Heimat des Rallyesports gilt. Die schnellen Schotterstraßen mit ihren zahlreichen Sprüngen und Kuppen begeistern Fahrer und Fans gleichermaßen.

Auch für TGR WRT ist es ein Heimspiel: Das Team hat seinen Sitz in Jyväskylä, nur drei Kilometer vom Servicepark der Rallye Finnland entfernt. In den acht bislang bestrittenen Ausgaben gewann das Team siebenmal, darunter im vergangenen Jahr mit den Plätzen eins bis fünf ein historischer Erfolg, der in der WRC Geschichte zuvor nur einmal erreicht wurde. Angeführt wurde dieses Ergebnis von einem lang erwarteten ersten Heimsieg des Lokalmatadors Kalle Rovanperä.

In diesem Jahr kehrt TGR WRT mit einem neuen finnischen Helden nach Hause zurück: Sami Pajari. Der Finne wurde vergangene Woche mit einem beeindruckenden Sieg auf den ähnlich schnellen Strecken der Rallye Estland zum 17. Fahrer seines Landes, der einen Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft gewinnen konnte.

Damit haben nun alle fünf Fahrer des Teams in dieser Saison mindestens einen Rallyesieg erzielt. Das Quintett belegt die ersten fünf Plätze der Fahrerwertung und liegt bei noch fünf ausstehenden Läufen innerhalb von nur 47 Punkten. Zudem genießen alle fünf Fahrer die besonderen Herausforderungen der Rallye Finnland.

Elfyn Evans führt die Weltmeisterschaft mit 25 Punkten Vorsprung an und gewann 2021 und 2023 mit TGR WRT die Rallye Finnland, womit der Waliser nun zu den nur vier ausländischen Fahrern gehört, die bei dieser Veranstaltung mehrfach triumphierten.

Sein engster Verfolger Takamoto Katsuta lernte das Rallyefahren im Rahmen des TGR WRC Challenge Programms in Jyväskylä, nachdem er aus Japan nach Finnland gezogen war. Katsuta stand bereits zweimal auf dem Podium der Rallye Finnland: 2023 als Dritter und im vergangenen Jahr als Zweiter.

Durch seinen Sieg in Estland rückte Pajari auf den dritten Platz der Gesamtwertung vor und liegt nun 33 Punkte hinter der Spitze. Bei seinem Debüt mit dem GR YARIS Rally1 in Finnland wurde er 2024 Vierter und belegte im Vorjahr Rang fünf. Fünf Punkte hinter ihm folgt der neunfache Weltmeister Sébastien Ogier. Der Franzose gewann die Rallye Finnland bereits zweimal, wobei sein Erfolg 2024 elf Jahre nach seinem ersten Sieg bei diesem Event gelang. Oliver Solberg fuhr in Estland als starker Zweiter hinter Pajari ins Ziel und liegt nur neun Punkte hinter Ogier. Der Schwede gewann zuvor bereits die WRC2 Wertung bei der Rallye Finnland.

Teamchef Jari-Matti Latvala wird sein Heimspiel erneut selbst bestreiten und dabei einen GR Yaris Rally2 steuern. Als Beifahrer fungiert sein ehemaliger TGR WRT Teamkollege Juho Hänninen.

Insgesamt stehen 13 GR Yaris Rally2 auf der Nennliste. Dazu gehört auch das Fahrzeug des aktuellen WRC2 Spitzenreiters Roope Korhonen, der vor einem Jahr knapp gegen Latvala die Klassenwertung gewann. Ebenfalls am Start ist der Finne Teemu Suninen, der wie Korhonen zuletzt in Estland auf dem Podium stand. Zu den weiteren Kundenteams in der WRC2 zählen der Brite Gus Greensmith, der in Finnland lebende Australier Taylor Gill, das finnische Nachwuchstalent Tuukka Kauppinen, der Este Joosep Ralf Nõgene, der Franzose Adrien Mosca sowie der Österreicher Johannes Keferböck.

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Auch das TGR WRC Challenge Program wird in Jyväskylä stark vertreten sein, da viele seiner Fahrer dort beheimatet sind. Yuki Yamamoto belegte im vergangenen Jahr einen hervorragenden fünften Platz in der WRC2 und feierte dabei gemeinsam mit Latvala seinen ersten Wertungsprüfungssieg. Die Rally2 Neulinge Takumi Matsushita und Shotaro Goto möchten nach soliden WRC2 Debüts in Estland den nächsten Schritt machen. Dort zeigte Jaspar Vaher auf seinen Heimstrecken bereits das Potenzial für Bestzeiten. Rio Ogata und Kanta Yanaguida treten erneut mit Rally3 Fahrzeugen in der WRC3 an, während Tomiya Maekawa den finnischen Fahrer Jarkko Nikara als Beifahrer unterstützt.

Die Jubiläumsausgabe zum 75-jährigen Bestehen der Rallye Finnland beginnt am Donnerstagabend im Herzen von Jyväskylä mit der traditionellen Harju-Prüfung, die auf gemischtem Untergrund gefahren wird. Diese Wertungsprüfung bildet nach zwei Schleifen durch die Wälder nordöstlich der Stadt auch den Abschluss des Freitags. Die klassische Wertungsprüfung Laukaa wird dabei in umgekehrter Richtung gefahren und mit der zurückkehrenden Saarikas-Prüfung sowie den neuen Prüfungen Sydänmaa und Hoho kombiniert.

Am Samstag stehen bekannte Strecken südöstlich von Jyväskylä auf dem Programm. Die Prüfungen Parkkola, Västilä, Päijälä und Leustu kehren allesamt aus dem Vorjahr zurück. Das Finale am Sonntag bildet die neugestaltete Wertungsprüfung Himos-Jämsa. Mit 30,02 Kilometern ist sie die längste Prüfung der Rallye und wird zweimal gefahren.

Jari-Matti Latvala (Teamchef):

„Es war fantastisch zu sehen, wie Sami in Estland seinen ersten Sieg gefeiert hat, und es ist großartig, seine Entwicklung in dieser Saison mitzuerleben. Bemerkenswert ist auch, dass nun alle fünf unserer Fahrer in dieser Saison Rallyes gewonnen haben und sie alle noch Chancen auf den Meistertitel haben. Alle fünf sind zudem in der Lage, die Rallye Finnland zu gewinnen, das Heimspiel unseres Teams. Ich denke, wir können uns auf einen engen Kampf freuen. Elfyn und Seb haben die Rallye bereits mehrfach gewonnen, während Taka schon zweimal auf dem Podium stand. Oliver zeigte in Estland eine starke Leistung und konnte dadurch neues Selbstvertrauen aufbauen. Sami hat nun bewiesen, dass er gewinnen kann, und die Vorfreude auf seinen Heimlauf in Finnland wird entsprechend groß sein. Gleichzeitig bin ich dankbar, mit Unterstützung von Akio Toyoda erneut die Möglichkeit zu erhalten, meine Heimrallye zu bestreiten. In der WRC2 erwartet uns ein spannender Wettbewerb auf sehr hohem Niveau.“