Porsche-Triumph beim „Petit Le Mans“ auf der Road Atlanta.
vor 2 Stunden
Das Werksteam der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG hat mit dem Porsche 963 das Saisonfinale der IMSA WeatherTech SportsCar Championship gewonnen. Die Werksfahrer Kévin Estre aus Frankreich, Laurens Vanthoor aus Belgien und der Australier Matt Campbell siegten beim 10-Stunden-Rennen „Petit Le Mans“. Erstmals gelang es einem Hersteller, im Verlauf einer Saison die Langstreckenklassiker in Daytona, Sebring und auf der Road Atlanta zu gewinnen. Beim Finale im US-Bundesstaat Georgia gewann Porsche zudem erneut den Hersteller-, Team- und Fahrertitel im IMSA Michelin Endurance Cup.
• Porsche 963 mit der Startnummer 6 siegt beim Finale der IMSA-Serie
• Erstmals gewinnt ein Team in einem Jahr in Daytona, Sebring und auf der Road Atlanta
• Porsche feiert Gewinn des Hersteller-, Team- und Fahrertitels im IMSA Michelin Endurance Cup
• Kundenteams mit dem Porsche 911 GT3 R in beiden GT-Klassen auf dem Siegerpodest
Das „Petit Le Mans“ auf der Road Atlanta bildete den Abschluss der Saison 2026. Insgesamt 16 Safety-Car-Einsätze, eine Unterbrechung mit roten Flaggen und starker Regen in der Frühphase wirbelten die Reihenfolge immer wieder durcheinander. Die Entscheidung um den Rennsieg fiel zuletzt in einem Sprint über zwölf Minuten. Laurens Vanthoor wehrte erfolgreich alle Angriffe der Konkurrenz ab. Der Porsche 963 mit der Startnummer 6 überquerte den Zielstrich am Ende mit einem Vorsprung von 1,205 Sekunden.
„Gratulation an die gesamte Mannschaft und an unsere Fahrer. Das war eine unfassbar starke Leistung“, sagt Thomas Laudenbach, Leiter Porsche Motorsport. „Dieser Sieg ist historisch. Erstmals hat Porsche das ‚Petit Le Mans‘ in der Topklasse mit einem Prototypen gewonnen. Dieser Erfolg tut einfach gut. Nach einem starken Saisonstart hatten wir eine lange, schwierige Durststrecke. Wir haben heute in allen Klassen Motorsport vom Feinsten erlebt. Auch unsere Kundenteams waren mit dem Porsche 911 GT3 R sehr erfolgreich. Glückwunsch an alle Beteiligten!“
„Was Laurens Vanthoor in der Schlussphase abgeliefert hat, war einfach nur beeindruckend. Zudem musste er dabei auch noch sparsam fahren, damit das Benzin bis zum Ende reicht“, sagt Urs Kuratle, Leiter Werksmotorsport LMDh. „Es ist ein schöner Abschluss einer nicht immer einfachen Saison. Das ‚Petit Le Mans‘ war hart für alle Teilnehmer. Es gab sehr viele Zwischenfälle und Gelbphasen. Auch unsere Startnummer 7 war betroffen. Ich bin froh, dass Felipe Nasr keine Verletzungen erlitten hat.“
Auch die Startnummer 7 von Porsche Penske Motorsport prägte das Saisonfinale der IMSA-Serie. Das Siegerauto von Daytona und Sebring fuhr über weite Strecken gemeinsam mit dem Schwesterfahrzeug an der Spitze. Rund 90 Minuten vor dem Ende folgte jedoch Ernüchterung: Felipe Nasr berührte beim Überholen einen Mitbewerber und schied aufgrund eines Unfalls aus. Der Brasilianer teilte sich den Hybridprototypen mit Laurin Heinrich aus Deutschland und Julien Andlauer aus Frankreich.
Porsche schließt die Saison 2026 auf Platz zwei der Herstellerwertung ab. Der ehemalige Porsche-Junior Laurin Heinrich beendet seine erste Saison am Steuer des Porsche 963 als Vizechampion. Die Titel im IMSA-Michelin Endurance Cup gingen wie in den beiden Vorjahren erneut an Porsche. Diese Sonderwertung umfasst die größten Langstreckenrennen in Daytona, Sebring, Watkins Glen sowie auf der Road America und auf der Road Atlanta.
Der Porsche 963 ist auch nach Abschluss der diesjährigen IMSA-Saison weiterhin das erfolgreichste Auto seit Einführung des LMDh-Reglements 2023. In den zurückliegenden vier Jahren holte die Sportwagenschmiede aus Stuttgart insgesamt acht Titel in der nordamerikanischen Rennserie. Der Hybridprototyp aus Weissach gewann dabei 15 Rennen.
Kundenteam JDC-Miller MotorSports mit Pech im letzten Renndrittel
Der Porsche 963 des Kundenteams JDC-Miller MotorSports sah die Zielflagge beim Finale nicht. Rund zwei Stunden vor dem Ende des Rennens wurde die Startnummer 5 beim Überrunden mehrerer GT-Fahrzeuge abgedrängt und schlug in die Barrieren ein. Tijmen van der Helm blieb bei dem Zwischenfall unverletzt. Der Niederländer teilte sich das Siegerauto von Laguna Seca mit Werksfahrer Nico Müller aus der Schweiz und dem Amerikaner Kaylen Frederick.
GT-Klassen: „Halloween-Rexy“ feiert weiteren Podestplatz
In der GTD-Pro-Klasse boten die beiden Porsche 911 GT3 R von AO Racing und Manthey großen Sport. Beide Kundenteams führten das Feld phasenweise an. Bis zur Zieldurchfahrt lieferten die Neunelfer einen Kampf um den Klassensieg. Am Ende erreichte der „Rexy“ genannte Rennwagen von AO Racing den zweiten Platz, das baugleiche Auto von Manthey fiel kurz vor dem Ende aufgrund von Benzinmangel auf Rang sieben zurück.
In der GTD-Kategorie fuhr der 911 GT3 R unter der Nennung von Manthey 1st Phorm auf den zweiten Platz. Die baugleichen Autos von Wright Motorsports und RS1 absolvierten im Verlauf der zehn Stunden mehrmals Führungsrunden, mussten sich am Ende allerdings mit den Positionen sieben und zwölf begnügen.
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