IMSA 2026, Laguna Seca: Porsche-Kundenteam JDC-Miller MotorSports gewinnt in Laguna Seca.

vor 1 Stunde

Das amerikanische Kundenteam JDC-Miller MotorSports hat das IMSA-Rennen in Laguna Seca gewonnen. Am Steuer des Porsche 963 mit der Startnummer 5 feierten Werksfahrer Laurin Heinrich aus Deutschland und Tijmen van der Helm aus den Niederlanden einen überraschenden Sieg, den der ehemalige Porsche-Junior Heinrich erst in der letzten Runde des Rennens sicherstellen konnte. Die beiden Porsche 963 des Werksteams der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG kamen auf den Positionen sechs und sieben ins Ziel.

Laurin Heinrich drückte dem vierten Saisonlauf der IMSA WeatherTech SportsCar Championship seinen Stempel auf. Der 24-jährige Porsche-Werksfahrer übernahm den 963 von JDC-Miller MotorSports nach rund 40 Minuten auf Platz zehn von seinem Teamkollegen Tijmen van der Helm und begeisterte die Fans anschließend mit einer sehenswerten Aufholjagd. In der allerletzten Runde des Rennens über 2:40 Stunden überholte Heinrich den bis dorthin dominierenden Cadillac mit der Startnummer 31 und fuhr den ersten Sieg für einen Kunden-963 in der nordamerikanischen IMSA-Serie sicher ins Ziel.

„Eine Topleistung des gesamten Teams und eine herausragende fahrerische Leistung von Laurin Heinrich“, bilanziert JDC-Miller-Teamchef John Church. „Wir haben keine Fehler gemacht und konsequent an unserer Strategie festgehalten. So sind wir am Ende auf Platz eins gelandet. Ich bin überwältigt.“

Die beiden vom Werksteam Porsche Penske Motorsport eingesetzten Porsche 963 fuhren dank einer mutigen Strategie zwischenzeitlich im Spitzenfeld, fielen allerdings aufgrund eines späten Boxenstopps wieder ins Mittelfeld zurück. Der Franzose Kévin Estre und Laurens Vanthoor aus Belgien kamen am Steuer der Startnummer 6 auf Platz sechs ins Ziel, das Schwesterauto von Felipe Nasr aus Brasilien und Julien Andlauer aus Frankreich wurde Siebter. Beide rund 520 kW (707 PS) starke Hybridprotopen des Werksteams waren anlässlich „75 Jahre Porsche Motorsport“ und des 50-jährigen Geburtstags von Apple in den Farben von Apple Computer unterwegs.

„Meine Gratulation an JDC-Miller MotorSports zum ersten Sieg mit dem Porsche 963“, freut sich Urs Kuratle, Leiter Werksmotorsport LMDh. „Laurin Heinrich hat einen tollen Job gemacht, das gesamte Team hat perfekt gearbeitet und eine optimale Strategie umgesetzt. Im Werksteam hatten wir das Glück nicht auf unserer Seite. Strategisch haben wir nicht die perfekte Lösung gefunden.“

Heinrich, der in Diensten des Werksteams zu den siegreichen Crews der IMSA-Läufe in Daytona und Sebring gehörte, hat mit seinem Triumph in Laguna Seca die alleinige Führung in der Fahrermeisterschaft übernommen. Die Werks-Duos Nasr/Andlauer und Estre/Vanthoor belegen die Positionen drei und vier. In der Herstellerwertung rangiert Porsche weiterhin auf Platz eins.

Hotel Empfehlungen Werbung

GT-Kundenteams fahren mit dem Porsche 911 GT3 R starke Resultate ein
Die Kundenmannschaft AO Racing beendete das Rennen auf Platz drei der GTD-Pro-Klasse. Der „Sketchy“ genannte Neunelfer von Werksfahrer Nick Tandy und seinem britischen Landsmann Harry King führte die Kategorie in der zweiten Rennhälfte über lange Zeit an, musste kurz vor Schluss jedoch noch einmal nachtanken. Das gleiche Schicksal ereilte Wright Motorsports in der GTD-Klasse. Die Startnummer 120 des US-Teams fiel dadurch von Rang eins auf Position vier zurück.

Der fünfte Lauf zur IMSA WeatherTech SportsCar Championship findet am 30. Mai auf dem Stadtkurs von Detroit über eine Distanz von 100 Minuten statt.

 

Fahrerstimmen zum Rennen
Laurin Heinrich (Porsche 963 #5): „Es ist unglaublich! Wir sind von weit hinten gestartet, aber haben uns dank fehlerfreier Arbeit des gesamten Teams nach vorn gearbeitet. Für mich persönlich war es in diesem Jahr der dritte Sieg im vierten IMSA-Rennen. Dass mir so etwas mit dem Werksteam und nun mit dem Kundenteam JDC-Miller MotorSports gelungen ist, macht es noch wertvoller. Ich werde diesen Sieg niemals vergessen.“

Laurens Vanthoor (Porsche 963 #6): „Uns war vor dem Start des Rennens klar, dass wir wahrscheinlich nicht um den Sieg kämpfen können. Wir haben alles versucht, aber es hat nicht für eine Sensation gereicht. Mehr als Platz sechs war unter diesen Umständen nicht machbar.“

Felipe Nasr (Porsche 963 #7): „Die Wettbewerber waren diesmal stärker als wir. Wir haben das getan, was in solchen Situationen gefragt ist: Schadenbegrenzung mit maximaler Punktausbeute. In Detroit wollen wir wieder vorne dabei sein.“

Nick Tandy (Porsche 911 GT3 R #77): „Es war ein sehr interessantes, von Strategie geprägtes Rennen. Eine Hälfte des Feldes nutzte eine Taktik mit frühen Boxenstopps, die andere Hälfte machte das Gegenteil. Am Ende ging es darum, wer mit der Tankfüllung bis ins Ziel kommt. Leider hat es für uns nicht ganz gereicht. Wir hatten auf eine Safety-Car-Phase gehofft, die aber nie kam. Insgesamt ist es aber ein tolles Resultat.“