Drei Porsche 911 GT3 R fahren beim Nürburgring-Klassiker in die Top 10.
vor 2 Stunden
Das Porsche-Kundenteam Lionspeed GP hat die 24 Stunden am Nürburgring mit dem bestplatzierten 911 GT3 R auf dem sechsten Rang beendet. Trotz regnerisch-kühler Bedingungen kamen mit 352.000 Zuschauern zum Eifelklassiker so viele Fans wie nie zuvor. Die Dr. Ing. h.c. F Porsche AG feierte 75 Jahre Motorsportgeschichte mit 60 Kundenfahrzeugen in einem Teilnehmerfeld, das rund 160 Rennwagen umfasste.
• Werksfahrer Heinrich, Feller und Vanthoor im Lionspeed GP-Porsche Sechste
• Porsche-Kundenteams starteten in elf Klassenwertungen und gewannen neun
• Rekordkulisse mit 352.000 Zuschauern an der Nürburgring-Nordschleife
Auch in diesem Jahr führte das 24-Stunden-Rennen über die 25,378 Kilometer lange Kombination aus Grand-Prix-Kurs und Nürburgring-Nordschleife. Speziell in den ersten zwölf Stunden stand es im Zeichen von kaum vorhersehbaren Witterungsbedingungen. Hieraus resultierten auch ständig ändernde Streckenverhältnisse bei niedrigen Temperaturen im einstelligen Bereich. Bedingungen, die insbesondere die Reifenwahl erschwerten und für zahlreiche Ausrutscher und Ausfälle sorgten.
Aus Sicht des Stuttgarter Sportwagenbauers kam das Kundenteam Lionspeed GP am besten mit der Situation klar. Der ehemalige Porsche-Junior Laurin Heinrich aus Deutschland und seine Werksfahrerkollegen Laurens Vanthoor aus Belgien und Ricardo Feller aus der Schweiz mussten nach einer problematischen Vorbereitung mit Kollisionen im Qualifying 1 und im Warm-up von der 24. Position starten. Im Rennen hielt sich das Trio weitgehend aus allen Schwierigkeiten heraus und arbeitete sich sukzessive nach vorn. Platz sechs war die Belohnung für eine fehlerfreie Vorstellung.
Das Gleiche gilt für den Porsche mit der Startnummer 54 von Dinamic GT. Joel Sturm aus Deutschland, der Niederländer Loek Hartog und die beiden ehemaligen dänischen Porsche-Junioren Michael Christensen und Bastian Buus hatten den Endurance-Klassiker von Startplatz 21 in Angriff genommen. Auch sie kamen nahezu problemlos durch und freuten sich am Ende über Rang acht.
In der Pro-Am-Kategorie feierten Porsche-Kundenteams einen Sechsfacherfolg. Hier teilen sich Rennprofis das Cockpit mit ambitionierten Amateurfahrern. Den Klassensieg feierte die Startnummer 48 von Black Falcon mit den beiden Deutschen Patrick Assenheimer und Tobias Müller sowie Dylan Pereira aus Luxemburg und Daan Arrow aus den Niederlanden. Sie erreichten im Gesamtklassement die zehnte Position. Die Am-Klasse für reine Amateurbesatzungen ging an den zweiten Black-Falcon-Porsche 911 GT3 R mit Mustafa Mehmet Kaya (Türkei), Gabriele Piana (Italien), Mike Stursberg und Thomas Kiefer (beide Deutschland). Porsche-Kundenteams gingen in elf verschiedenen Wertungen an den Start, von denen sie neun für sich entscheiden konnten.
„Die Bedingungen waren extrem schwierig. Speziell in den ersten sechs Stunden ging es sehr hektisch zu und es schien, als würden wir ein komplettes Sprintrennen fahren“, so Maximilian Müller, GT-Rennbetreuung bei Porsche Motorsport. „Im Kampf um die Gesamtwertung hat es für uns in diesem Jahr aufgrund einiger Ausfälle nicht gereicht. Es fehlte uns aber auch ein Stück weit das Tempo, um ganz vorne mitzufahren. Daran arbeiten wir jetzt, um für das 24-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps Ende Juni besser aufgestellt zu sein. Gratulation an unsere Kundenteams, die ihre jeweilige Klasse gewonnen oder gute Ergebnisse erzielt haben – darüber freuen wir uns sehr.“
Nicht ins Ziel kamen die Porsche-Kundenteams Manthey, Falken Motorsports und Dunlop Motorsport sowie der Porsche mit der Startnummer 55 von Dinamic GT. Dem bei den Fans besonders beliebten „Grello“ wurde kurz vor der Vierstundenmarke eine Ölspur zum Verhängnis. Die Werksfahrer Kévin Estre aus Frankreich, Thomas Preining aus Österreich und Ayhancan Güven aus der Türkei kämpften zu diesem Zeitpunkt als Zweitplatzierte um ein Spitzenresultat. Die 911 GT3 R von Falken und Dunlop mussten noch vor der Halbzeitmarke nach Fremdkontakten aufgeben. Auch sie befanden sich zum Zeitpunkt des Ausfalls in den Top 10. Für das Dinamic GT-Auto war das Rennen gut 20 Minuten vor dem Zieleinlauf nach einem Ausrutscher ebenfalls beendet. Es lag auf Rang zwölf.
Fahrerstimme nach dem Rennen
Ricardo Feller (Porsche 911 GT3 R #24): „Wir haben das Maximum aus unserem Paket herausgeholt, sind ein fehlerloses Rennen gefahren, haben keine Strafe kassiert und keine Fehler bei der Strategie oder auf der Strecke gemacht. Leider reichte unser Tempo an diesem Wochenende nicht, um vorne mitzufahren. Aber ich bin trotzdem zufrieden mit der Arbeit, die jeder Einzelne im Team geleistet hat. Es hat viel Spaß gemacht, auch wenn es wirklich ein anspruchsvolles und schwieriges, teilweise sogar chaotisches Rennen war. Der Überrundungsverkehr war schlimm dieses Jahr, es kam zu einigen Missverständnissen auf der Piste. Aber das gehört zu diesem Rennen.“
Ergebnis Rennen
1. Engel/Stolz/Schiller/Martin (DEU/DEU/DEU/BEL), Mercedes #80, 156 Runden
2. Engstler/Bortolotti/Niederhauser (DEU/ITA/CHE), Lamborghini #84, -2.12,311 Minuten
3. Krognes/Drudi/Thiim/Fernandez Laser (NOR/ITA/DEU/DEU), Aston Martin #34, -2.28,750 Minuten
6. Heinrich/Vanthoor/Feller (DEU/BEL/CHE), Porsche 911 GT3 R, Lionspeed GP #24, -7.50,506 Minuten
8. Buus/Christensen/Sturm/Hartog (DNK/DNK/DEU/NLD), Porsche 911 GT3 R, Dinamic GT #54, -1 Runde
10. Arrow/Assenheimer/T. Müller/Pereira (GBR/DEU/DEU/LUX), Porsche 911 GT3 R, Black Falcon #48, -2 Runden
11. Tilley/Hill/Kolb/Hofer (GBR/GBR/DEU/AUT), Porsche 911 GT3 R, Lionspeed GP #18, -3 Runden
12. Rump/Bünnagel/Brundle (EST/DEU/GBR), Porsche 911 GT3 R, Mühlner Motorsport #123, -3 Runden
13. Kim/Bruins/Cho/Seefried (KOR/NLD/KOR/DEU), Porsche 911 GT3 R, Hankook Competition #30, -5 Runden
14. Goroyan/Kivtka/Berthon/Fontana (ARM/KGZ/FRA/CHE), Porsche 911 GT3 R, Car Collection #4, -6 Runden
16. Li/Fjordbach/Ye/King (CHN/DNK/CHN/GBR), Porsche 911 GT3 R, High Class Racing #86, -6 Runden
21. Kaya/Kiefer/Piana/Stursberg (TUR/DEU/ITA/DEU), Porsche 911 GT3 R, Black Falcon #5, -9 Runden